| Woche 2 | Bibelleseplan |
Dienstag / Geschichte |
Josua 6-10 |
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| Josua 6 | ||
| 1Jericho hielt wegen der Israeliten die Tore
fest verschlossen. Niemand konnte heraus und niemand konnte hinein. 2Da
sagte der Herr zu Josua: Sieh her, ich gebe Jericho und seinen König
samt seinen Kriegern in deine Gewalt. 3Ihr sollt mit allen Kriegern um die
Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen. Das sollst du sechs Tage lang
tun. 4Sieben Priester sollen sieben Widderhörner vor der Lade hertragen.
Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen und die Priester
sollen die Hörner blasen. 5Wenn das Widderhorn geblasen wird und ihr
den Hörnerschall hört, soll das ganze Volk in lautes Kriegsgeschrei
ausbrechen. Darauf wird die Mauer der Stadt in sich zusammenstürzen;
dann soll das Volk hinübersteigen, jeder an der nächstbesten Stelle.
6Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sagte: Nehmt die Bundeslade
und lasst sieben Priester sieben Widderhörner vor der Lade des Herrn
hertragen. 7Und zum Volk sagte er: Zieht rings um die Stadt herum und lasst
die bewaffneten Männer vor der Lade des Herrn herziehen! 8Und es geschah
so, wie Josua es dem Volk gesagt hatte: Sieben Priester trugen die sieben
Widderhörner vor dem Herrn her und bliesen im Gehen die Hörner
und die Bundeslade des Herrn zog hinter ihnen her. 9Die bewaffneten Männer
gingen vor den Priestern her, die die Hörner bliesen, die Nachhut folgte
der Lade und man blies ständig die Hörner. 10Dem Volk aber befahl
Josua: Erhebt kein Kriegsgeschrei und lasst eure Stimmen nicht hören!
Kein Wort komme aus eurem Mund bis zu dem Tag, an dem ich zu euch sage:
Erhebt das Kriegsgeschrei! Dann sollt ihr losschreien. 11Darauf ließ
er die Lade des Herrn um die Stadt herumziehen und sie einmal umkreisen.
Dann kam man zum Lager zurück und übernachtete im Lager. 12Früh
am anderen Morgen brach Josua auf und die Priester trugen die Lade des Herrn.
13Sieben Priester trugen die sieben Widderhörner der Lade des Herrn
voraus und bliesen ständig die Hörner. Die bewaffneten Männer
zogen vor ihnen her und die Nachhut folgte der Lade des Herrn. Man blies
ständig die Hörner. 14So zogen sie auch am zweiten Tag einmal
um die Stadt herum und kehrten wieder ins Lager zurück. Das machten
sie sechs Tage lang. 15Am siebten Tag aber brachen sie beim Anbruch der
Morgenröte auf und zogen, wie gewohnt, um die Stadt, siebenmal; nur
an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt. 16Als die Priester beim
siebten Mal die Hörner bliesen, sagte Josua zum Volk: Erhebt das Kriegsgeschrei!
Denn der Herr hat die Stadt in eure Gewalt gegeben. 17Die Stadt mit allem,
was in ihr ist, soll zu Ehren des Herrn dem Untergang geweiht sein. Nur
die Dirne Rahab und alle, die bei ihr im Haus sind, sollen am Leben bleiben,
weil sie die Boten versteckt hat, die wir ausgeschickt hatten. 18Hütet
euch aber davor, von dem, was dem Untergang geweiht ist, etwas zu begehren
und wegzunehmen; sonst weiht ihr das Lager Israels dem Untergang und stürzt
es ins Unglück. 19Alles Gold und Silber und die Geräte aus Bronze
und Eisen sollen dem Herrn geweiht sein und in den Schatz des Herrn kommen.
20Darauf erhob das Volk das Kriegsgeschrei und die Widderhörner wurden
geblasen. Als das Volk den Hörnerschall hörte, brach es in lautes
Kriegsgeschrei aus. Die Stadtmauer stürzte in sich zusammen, und das
Volk stieg in die Stadt hinein, jeder an der nächstbesten Stelle. So
eroberten sie die Stadt. 21Mit scharfem Schwert weihten sie alles, was in
der Stadt war, dem Untergang, Männer und Frauen, Kinder und Greise,
Rinder, Schafe und Esel. 22Zu den beiden Männern, die das Land erkundet
hatten, sagte Josua: Geht zu dem Haus der Dirne und holt von dort die Frau
und alles, was ihr gehört, wie ihr es ihr geschworen habt. 23Da gingen
die jungen Männer, die Kundschafter, und holten Rahab, ihren Vater,
ihre Mutter, ihre Brüder und alles, was ihr gehörte; sie führten
ihre ganze Verwandtschaft (aus der Stadt) heraus und wiesen ihnen einen
Platz außerhalb des Lagers Israels an. 24Die Stadt aber und alles,
was darin war, brannte man nieder; nur das Silber und Gold und die Geräte
aus Bronze und Eisen brachte man in den Schatz im Haus des Herrn. 25Die
Dirne Rahab und die Familie ihres Vaters und alles, was ihr gehörte,
ließ Josua am Leben. So wohnt ihre Familie bis heute mitten in Israel;
denn Rahab hatte die Boten versteckt, die Josua ausgesandt hatte, um Jericho
auskundschaften zu lassen. 26Damals schwor Josua: Verflucht beim Herrn sei
der Mann, der es unternimmt, diese Stadt Jericho wieder aufzubauen. Seinen
Erstgeborenen soll es ihn kosten, wenn er sie neu gründet, und seinen
Jüngsten, wenn er ihre Tore wieder aufrichtet. 27Der Herr war mit Josua
und sein Ruhm verbreitete sich im ganzen Land. |
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| Josua 7 | ||
| Der Kampf um Ai. Achans Diebstahl 1Die Israeliten aber veruntreuten etwas von dem, was dem Untergang geweiht war. Denn Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda, nahm etwas von dem, was dem Untergang geweiht war. Da entbrannte der Zorn des Herrn über die Israeliten. 2Josua schickte von Jericho aus einige Männer nach Ai, das bei Bet-Awen, östlich von Bet-El liegt, und sagte zu ihnen: Geht hinauf, und erkundet das Land! Die Männer gingen hinauf und erkundeten Ai. 3Als sie zu Josua zurückkamen, sagten sie zu ihm: Es braucht nicht das ganze Volk hinaufzuziehen. Etwa zwei- oder dreitausend Mann sollen hinaufziehen; sie können Ai besiegen. Bemüh nicht das ganze Volk dorthin! Denn dort sind nur wenige Leute. 4So stiegen vom Volk etwa dreitausend Mann nach Ai hinauf; aber sie mussten vor den Männern von Ai die Flucht ergreifen. 5Die Männer von Ai erschlugen sechsunddreißig von ihnen; die andern verfolgten sie vom Stadttor bis zu den Steinbrüchen und schlugen sie an der Steige. Da zerschmolz das Herz des Volkes und wurde zu Wasser. 6Josua zerriss seine Kleider und warf sich zusammen mit den Ältesten vor der Lade des Herrn mit dem Gesicht zu Boden und blieb dort bis zum Abend liegen. Sie streuten sich Asche auf das Haupt 7und Josua sagte: Ach Herr, mein Gott! Warum hast du dieses Volk über den Jordan ziehen lassen? Um uns den Amoritern auszuliefern, damit sie uns vernichten? Hätten wir uns doch dazu entschlossen, jenseits des Jordan zu bleiben! 8Ach Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen Feinden den Rücken gezeigt hat? 9Das werden die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes hören und sie werden uns umzingeln und unseren Namen im ganzen Land ausrotten. Was willst du dann für deinen großen Namen tun? 10Da sagte der Herr zu Josua: Steh auf! Warum liegst du da, mit dem Gesicht zur Erde? 11Israel hat gesündigt. Sie haben sich sogar gegen meinen Bund vergangen, den ich ihnen auferlegt habe. Sie haben etwas weggenommen von dem, was dem Untergang geweiht war; sie haben es gestohlen; sie haben es unterschlagen und zu ihren eigenen Sachen getan. 12Deshalb können die Israeliten dem Angriff ihrer Feinde nicht mehr standhalten und müssen ihren Feinden den Rücken zeigen; denn sie sind nun selbst dem Untergang geweiht. Ich werde nicht mehr mit euch sein, wenn ihr bei euch nicht alles, was dem Untergang geweiht ist, vernichtet. 13Auf! Heilige das Volk und sag: Heiligt euch für morgen! Denn so hat der Herr, der Gott Israels, gesprochen: Bei dir, Israel, ist etwas, was dem Untergang geweiht ist. Du kannst dem Angriff deiner Feinde nicht standhalten, solange ihr nicht alles, was dem Untergang geweiht ist, aus eurer Mitte entfernt habt. 14Morgen sollt ihr Stamm für Stamm antreten und der Stamm, den der Herr bezeichnet, soll Sippe für Sippe antreten und die Sippe, die der Herr dann bezeichnet, soll Großfamilie für Großfamilie antreten und die Großfamilie, die der Herr dann bezeichnet, soll Mann für Mann antreten. 15Bei wem man dann etwas findet, das dem Untergang geweiht ist, der soll mit allem, was er hat, verbrannt werden, weil er sich am Bund des Herrn vergangen und in Israel eine Schandtat verübt hat. 16Josua ließ also früh am Morgen Israel Stamm für Stamm antreten; da wurde der Stamm Juda bezeichnet. 17Dann ließ er die Sippen Judas antreten; da wurde die Sippe der Serachiter bezeichnet. Dann ließ er die Sippe der Serachiter nach Großfamilien antreten; da wurde Sabdi bezeichnet. 18Dann ließ er dessen Familie Mann für Mann antreten; da wurde Achan, der Sohn Karmis, der Enkel Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda bezeichnet. 19Josua sagte zu Achan: Mein Sohn, gib dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehre und leg vor ihm ein Geständnis ab! Sag mir offen, was du getan hast, und verheimliche mir nichts! 20Achan antwortete Josua: Es ist wahr, ich habe mich gegen den Herrn, den Gott Israels, versündigt. Das und das habe ich getan: 21Ich sah unter der Beute einen schönen Mantel aus Schinar, außerdem zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren, der fünfzig Schekel wog. Ich wollte es haben und nahm es an mich. Es ist in meinem Zelt im Boden vergraben, das Silber an unterster Stelle. 22Josua schickte Boten und sie liefen zum Zelt, und wirklich: die Sachen waren im Zelt Achans vergraben, das Silber an unterster Stelle. 23Sie holten alles aus dem Zelt heraus, brachten es zu Josua und allen Israeliten und breiteten es vor dem Herrn aus. 24Da nahm Josua Achan, den Sohn Serachs, ebenso das Silber und den Mantel und den Goldbarren, seine Söhne und Töchter, seine Rinder, Esel und Schafe, sein Zelt und seine ganze Habe. Er und ganz Israel brachten alles ins Tal Achor. 25Dann sagte Josua: Womit du uns ins Unglück gestürzt hast, damit stürzt dich der Herr heute ins Unglück. Und ganz Israel steinigte Achan. [Sie verbrannten sie im Feuer und steinigten sie.] 26Man errichtete über ihm einen großen Steinhaufen, der bis zum heutigen Tag zu sehen ist, und der Herr ließ ab von seinem glühenden Zorn. Deshalb nennt man diesen Ort bis heute Achortal (Unglückstal). |
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| Josua 8 | ||
| Die Vernichtung von Ai 1Dann sagte der Herr zu Josua: Fürchte dich nicht und hab keine Angst! Nimm alle kriegstüchtigen Männer, brich auf und zieh nach Ai! Siehe, ich habe den König von Ai und sein Volk, seine Stadt und sein Land in deine Gewalt gegeben. 2Du sollst es mit Ai und seinem König ebenso machen, wie du es mit Jericho und seinem König gemacht hast. Doch ihren Besitz und das Vieh in der Stadt dürft ihr erbeuten. Leg im Rücken der Stadt einen Hinterhalt! 3Da brach Josua mit dem ganzen Heer auf und zog nach Ai. Er wählte dreißigtausend kampferprobte Männer aus und schickte sie bei Nacht weg 4mit dem Befehl: Seht zu, dass ihr im Rücken der Stadt einen Hinterhalt legt, aber nicht zu weit entfernt von der Stadt. Dort haltet euch alle bereit! 5Ich aber werde mit allen Leuten, die bei mir sind, gegen die Stadt vorrücken, und wenn man dann wie beim ersten Mal einen Ausfall macht, werden wir vor ihnen fliehen. 6Sie werden uns verfolgen, bis wir sie von der Stadt weggelockt haben, denn sie werden denken: Sie fliehen vor uns wie beim ersten Mal. Wenn wir vor ihnen geflohen sind, 7dann könnt ihr aus dem Hinterhalt hervorbrechen und die Stadt besetzen. Der Herr, euer Gott, wird sie euch ausliefern. 8Wenn ihr dann die Stadt eingenommen habt, sollt ihr sie in Brand stecken. Handelt nach dem Wort des Herrn! Seht, ich habe es euch befohlen. 9Dann schickte sie Josua weg und sie legten sich westlich von Ai in den Hinterhalt, zwischen Bet-El und Ai. Josua aber blieb die Nacht über beim Volk. 10Früh am Morgen stand Josua auf, musterte das Volk und zog zusammen mit den Ältesten Israels an der Spitze des Volkes nach Ai hinauf. 11Das ganze Heer zog mit ihm hinauf und rückte bis in die Nähe der Stadt vor. Im Norden von Ai schlugen sie ihr Lager auf; zwischen ihnen und Ai lag ein Tal. 12Dann nahm er etwa fünftausend Mann und legte sie westlich der Stadt, zwischen Bet-El und Ai, in einen Hinterhalt. 13So stellten sie das Volk auf: Das Lager war im Norden der Stadt und der Hinterhalt westlich der Stadt. Josua aber verbrachte die Nacht unten im Tal. 14Als das der König von Ai sah, brach er mit den Männern der Stadt am Morgen in aller Eile auf und zog mit seinem ganzen Volk zum (sogenannten) Versammlungsplatz vor der Steppe, um gegen Israel zu kämpfen. Er wusste nicht, dass man ihm im Rücken der Stadt einen Hinterhalt gelegt hatte. 15Josua und die Israeliten ließen sich von ihnen schlagen und flohen zur Wüste hin. 16Nun wurde das ganze Volk, das noch in der Stadt war, zu ihrer Verfolgung aufgeboten. Sie verfolgten Josua und wurden so von der Stadt weggelockt. 17Niemand blieb in Ai [und Bet-El] zurück; alle rückten aus, ließen die Stadt ohne Schutz zurück und verfolgten die Israeliten. 18Da sagte der Herr zu Josua: Streck das Sichelschwert in deiner Hand gegen Ai aus, denn ich gebe es in deine Gewalt. Josua streckte das Sichelschwert in seiner Hand gegen Ai aus. 19Als er seine Hand ausstreckte, brachen die Männer im Hinterhalt eiligst aus ihrer Stellung hervor, stürmten in die Stadt, nahmen sie ein und steckten sie sogleich in Brand. 20Als die Männer von Ai sich umwandten, sahen sie plötzlich aus der Stadt Rauch zum Himmel aufsteigen. Aber sie konnten weder vor noch zurück und hatten keine Möglichkeit zur Flucht. Denn das Volk, das zur Wüste hin geflohen war, wandte sich nun gegen den Verfolger. 21Als nämlich Josua und ganz Israel sahen, dass aus der Stadt Rauch aufstieg, dass also die Männer aus dem Hinterhalt die Stadt eingenommen hatten, machten sie kehrt und schlugen die Männer von Ai. 22Denn weil diese ihnen aus der Stadt nachgerückt waren, waren sie nun von beiden Seiten her mitten zwischen die Israeliten geraten. Die Israeliten schlugen sie so vernichtend, dass keiner von ihnen mehr übrig blieb, der hätte entkommen und sich in Sicherheit bringen können. 23Den König von Ai aber nahmen sie lebend gefangen und brachten ihn zu Josua. 24Als die Israeliten sämtliche Bewohner von Ai, die ihnen nachgejagt waren, ohne Ausnahme auf freiem Feld und in der Wüste mit scharfem Schwert getötet hatten und alle gefallen waren, kehrte ganz Israel nach Ai zurück und machte auch dort alles mit scharfem Schwert nieder. 25Es gab an jenem Tag insgesamt zwölftausend Gefallene, Männer und Frauen, alle Einwohner von Ai. 26Josua aber ließ seine Hand mit dem Sichelschwert nicht sinken, bis er alle Einwohner von Ai dem Untergang geweiht hatte. 27Nur das Vieh und den Besitz der Stadt nahm Israel für sich als Beute, nach dem Befehl, den der Herr Josua gegeben hatte. 28Dann brannte Josua Ai nieder und machte es für immer zu einem Trümmerhaufen und zu einem öden Platz; das ist es geblieben bis zum heutigen Tag. 29Den König von Ai aber ließ er an einem Baum aufhängen; dort hing er bis zum Abend. Als die Sonne unterging, nahm man die Leiche auf Befehl Josuas von dem Baum ab und warf sie vor das Tor der Stadt. Man errichtete über ihr einen großen Steinhaufen, der noch heute da ist. 30Damals errichtete Josua auf dem Berg Ebal für den Herrn, den Gott Israels, einen Altar 31aus unbehauenen Steinen, die noch kein eisernes Werkzeug berührt hatte, so wie Mose, der Knecht des Herrn, es den Israeliten geboten hatte und wie es im Gesetzbuch des Mose geschrieben steht. Auf diesem Altar brachte man dem Herrn Brandopfer dar und schlachtete Heilsopfer. 32Und Josua brachte dort auf den Steinen eine Abschrift des Gesetzes des Mose an; er schrieb vor den Augen der Israeliten darauf. 33Ganz Israel und die Ältesten, die Listenführer und die Richter, standen zu beiden Seiten der Lade neben den levitischen Priestern, den Trägern der Bundeslade des Herrn, dazu Fremde und Einheimische. Die eine Hälfte von ihnen war dem Berg Garizim zugewandt, die andere dem Berg Ebal, wie es Mose, der Knecht Jahwes, für die Segnung des Volkes Israel früher angeordnet hatte. 34Danach verlas Josua das Gesetz im vollen Wortlaut, Segen und Fluch, genau so, wie es im Buch des Gesetzes aufgezeichnet ist. 35Von all dem, was Mose angeordnet hatte, gab es kein einziges Wort, das Josua nicht vor der ganzen Versammlung Israels verlesen hätte; auch die Frauen und Kinder und die Fremden, die mit ihnen zogen, waren dabei. |
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| Josua 8 | ||
| 1Davon hörten alle Könige jenseits
des Jordan, auf dem Gebirge, in der Schefela und an der ganzen Küste
des großen Meeres bis hin zum Libanon: die Hetiter, die Amoriter,
die Kanaaniter, die Perisiter, die Hiwiter und die Jebusiter. 2Sie taten
sich zusammen, um gemeinsam gegen Josua und Israel den Kampf aufzunehmen.
3Als die Einwohner von Gibeon erfuhren, was Josua mit Jericho und Ai gemacht
hatte, 4griffen sie zu einer List. Sie versahen sich mit Verpflegung, packten
alte Säcke und alte, brüchige und geflickte Weinschläuche
auf ihre Esel und machten sich damit auf den Weg. 5Sie zogen alte, geflickte
Schuhe und alte Mäntel an. Das ganze Brot in ihrem Vorrat war trocken
und krümelig. 6So zogen sie zu Josua ins Lager nach Gilgal und sagten
zu ihm und zu den Israeliten: Wir kommen aus einem fernen Land. Schließt
doch einen Vertrag mit uns! 7Da antworteten die Israeliten den Hiwitern:
Vielleicht wohnt ihr mitten in unserem Gebiet. Wie können wir da einen
Vertrag mit euch schließen? 8Sie aber sagten zu Josua: Wir sind deine
Knechte. Josua fragte sie: Wer seid ihr und woher kommt ihr? 9Sie antworteten
ihm: Deine Knechte kommen aus einem weit entfernten Land, angezogen vom
Ruhm des Herrn, deines Gottes. Wir haben von seinem Ruhm und von allem gehört,
was er in Ägypten getan hat, 10und auch von allem, was er mit den beiden
Königen der Amoriter jenseits des Jordan gemacht hat, mit Sihon, dem
König von Heschbon, und mit Og, dem König des Baschan in Aschtarot.
11Da sagten unsere Ältesten und alle Bewohner des Landes zu uns: Nehmt
Verpflegung für unterwegs mit, zieht ihnen entgegen und sagt zu ihnen:
Wir sind eure Knechte. Nun schließt mit uns einen Vertrag! 12Unser
Brot hier war noch warm, als wir es aus unseren Häusern als Vorrat
mitnahmen an dem Tag, als wir uns auf den Weg zu euch machten. Jetzt aber,
seht her: Es ist trocken und krümelig. 13Auch diese Weinschläuche
waren neu, als wir sie füllten; und jetzt, seht her: Sie sind brüchig.
Und hier, unsere Mäntel und unsere Schuhe, sie sind durch den weiten
Weg ganz abgenützt. 14Da nahmen die Israeliten etwas von der Verpflegung;
aber den Mund des Herrn befragten sie nicht. 15So gewährte ihnen Josua
Frieden und schloss mit ihnen einen Vertrag, sie am Leben zu lassen. Auch
die Vorsteher der Gemeinde leisteten ihnen einen Eid. 16Drei Tage aber,
nachdem sie mit ihnen den Vertrag geschlossen hatten, erfuhren sie, dass
die Männer aus der Nähe waren und mitten in ihrem Gebiet wohnten.
17Die Israeliten brachen auf und kamen am dritten Tag zu ihren Städten:
nach Gibeon, Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim. 18Aber die Israeliten erschlugen
die Einwohner nicht, weil die Vorsteher der Gemeinde ihnen beim Herrn, dem
Gott Israels, einen Eid geleistet hatten. Doch die ganze Gemeinde war empört
über die Vorsteher. 19Da sagten alle Vorsteher zu der Gemeinde: Wir
haben ihnen beim Herrn, dem Gott Israels, einen Eid geleistet. Darum können
wir ihnen nichts tun. 20Wir wollen es so mit ihnen machen: Wir werden sie
am Leben lassen, damit nicht wegen des Eides, den wir ihnen geschworen haben,
ein Zorngericht über uns kommt. 21Die Vorsteher sagten also zu ihnen:
Sie sollen am Leben bleiben. So wurden sie Holzfäller und Wasserträger
für die ganze Gemeinde, wie es ihnen die Vorsteher sagten. 22Darauf
rief Josua die Gibeoniter und sagte zu ihnen: Warum habt ihr uns getäuscht
und gesagt: Wir wohnen sehr weit entfernt von euch, obwohl ihr mitten in
unserem Gebiet wohnt? 23Nun seid ihr verflucht; ihr müsst für
immer Sklaven, Holzfäller und Wasserträger für das Haus meines
Gottes sein. 24Sie antworteten Josua: Deinen Knechten wurde genau berichtet,
was Jahwe, dein Gott, seinem Knecht Mose befohlen hat: euch das ganze Land
zu geben und alle Bewohner des Landes vor euren Augen zu vernichten. Darum
hatten wir große Angst vor euch und fürchteten um unser Leben.
Deshalb haben wir das getan. 25Jetzt sind wir in deiner Hand. Mach mit uns,
was dir gut und recht erscheint. 26Daraufhin tat er Folgendes: Er rettete
sie zwar aus der Gewalt der Israeliten, sodass sie sie nicht töteten;
27doch er machte sie an jenem Tag zu Holzfällern und Wasserträgern
für die Gemeinde und für den Altar des Herrn an dem Ort, den er
erwählen würde. Das sind sie bis zum heutigen Tag geblieben. |
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| Josua 9 |
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| 1Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Ai erobert und dem Untergang geweiht hatte - wie er es mit Jericho und seinem König gemacht hatte, so hatte er es auch mit Ai und seinem König gemacht - und dass die Einwohner von Gibeon mit den Israeliten Frieden geschlossen hatten und weiterhin mitten unter ihnen leben durften. 2Da bekam er große Angst; denn die Stadt Gibeon war ebenso groß wie die Städte mit Königssitz; sie war größer als Ai und alle ihre Männer waren kampferprobte Krieger. 3Darum sandte Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, Boten an Hoham, den König von Hebron, an Piram, den König von Jarmut, an Jafia, den König von Lachisch, und an Debir, den König von Eglon, und ließ ihnen sagen: 4Zieht herauf zu mir und helft mir! Wir wollen Gibeon schlagen, weil es mit Josua und den Israeliten Frieden geschlossen hat. 5Da sammelten sich die fünf Könige der Amoriter und zogen mit ihren ganzen Heeren hinauf: der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmut, der König von Lachisch und der König von Eglon. Sie belagerten Gibeon und eröffneten den Kampf gegen die Stadt. 6Darauf sandten die Männer von Gibeon (Boten) zu Josua ins Lager nach Gilgal und ließen ihm sagen: Lass deine Knechte nicht im Stich! Zieh schnell herauf zu uns, rette uns und komm uns zu Hilfe; denn alle Amoriterkönige, die das Bergland bewohnen, haben sich gegen uns zusammengetan. 7Da zog Josua mit dem ganzen Heer, mit allen kampferprobten Männern, von Gilgal herauf. 8Der Herr sagte zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich gebe sie in deine Gewalt. Keiner von ihnen kann dir standhalten. 9Nachdem Josua die ganze Nacht von Gilgal her auf dem Marsch gewesen war, stieß er plötzlich auf sie. 10Der Herr versetzte sie beim Anblick der Israeliten in Verwirrung, sodass Josua ihnen bei Gibeon eine schwere Niederlage beibringen konnte. Er verfolgte sie in Richtung auf die Steige von Bet-Horon und schlug sie bis nach Aseka und Makkeda zurück. 11Als sie auf der Flucht vor Israel an den Abhang von Bet-Horon kamen, warf der Herr große Steine auf sie vom Himmel her, bis nach Aseka hin, sodass viele umkamen. Es kamen mehr durch die Hagelsteine um, als die Israeliten mit dem Schwert töteten. 12Damals, als der Herr die Amoriter den Israeliten preisgab, redete Josua mit dem Herrn; dann sagte er in Gegenwart der Israeliten: Sonne, bleib stehen über Gibeon und du, Mond, über dem Tal von Ajalon! - 13Und die Sonne blieb stehen und der Mond stand still, bis das Volk an seinen Feinden Rache genommen hatte. Das steht im «Buch des Aufrechten». Die Sonne blieb also mitten am Himmel stehen und ihr Untergang verzögerte sich, ungefähr einen ganzen Tag lang. 14Weder vorher noch nachher hat es je einen solchen Tag gegeben, an dem der Herr auf die Stimme eines Menschen gehört hätte; der Herr kämpfte nämlich für Israel. 15Danach kehrte Josua und mit ihm ganz Israel in das Lager nach Gilgal zurück. 16Die fünf Könige aber waren geflohen und hatten sich in der Höhle bei Makkeda versteckt. 17Da meldete man Josua: Wir haben die fünf Könige gefunden; sie haben sich in der Höhle bei Makkeda versteckt. 18Josua sagte: Wälzt große Steine vor den Eingang der Höhle und stellt einige Männer davor, um die Könige zu bewachen. 19Ihr (anderen) aber bleibt nicht stehen, sondern verfolgt die Feinde und macht auch noch die Nachhut nieder! Lasst sie nicht bis zu ihren Städten gelangen; denn der Herr, euer Gott, hat sie in eure Gewalt gegeben. 20So brachten Josua und die Israeliten ihnen endgültig eine schwere Niederlage bei, die sie völlig vernichtete; nur einige Flüchtlinge konnten entkommen und in die festen Städte gelangen. 21Darauf kehrte das ganze Heer wohlbehalten zu Josua nach Makkeda zurück und keiner wagte es mehr, die Israeliten zu bedrohen. 22Dann sagte Josua: Öffnet den Eingang der Höhle und bringt die fünf Könige aus der Höhle zu mir her! 23Sie taten es und führten die fünf Könige aus der Höhle heraus: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch und den König von Eglon. 24Als man die Könige zu Josua gebracht hatte, rief Josua alle Israeliten herbei und sagte zu den Anführern der Krieger, die mit ihm ausgezogen waren: Kommt her, setzt diesen Königen euren Fuß auf den Nacken! Sie kamen herbei und setzten ihnen den Fuß auf den Nacken. 25Und Josua sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht und habt keine Angst! Seid mutig und stark! Denn so wird es der Herr mit allen euren Feinden machen, mit denen ihr kämpfen werdet. 26Danach erschlug Josua die Könige und ließ die Leichen an fünf Bäumen aufhängen. Dort blieben sie bis zum Abend hängen. 27Bei Sonnenuntergang befahl Josua, sie von den Bäumen abzunehmen und in die Höhle zu werfen, in der sie sich zuvor versteckt hatten. Dann wälzte man große Steine vor den Eingang der Höhle; sie liegen dort bis zum heutigen Tag. | ||
| Josua 10 | ||
| Die Eroberung von sechs Städten 28Am gleichen Tag nahm Josua Makkeda ein und erschlug seine Einwohner und seinen König mit scharfem Schwert. Er weihte sie und alles, was in der Stadt lebte, dem Untergang; niemand ließ er entkommen. Mit dem König von Makkeda machte er es, wie er es mit dem König von Jericho gemacht hatte. 29Dann zog Josua mit ganz Israel von Makkeda weiter nach Libna und kämpfte gegen Libna. 30Der Herr gab auch Libna und seinen König in die Gewalt Israels. Josua erschlug alles, was in ihm lebte, mit scharfem Schwert; niemand ließ er entkommen. Mit seinem König machte er es, wie er es mit dem König von Jericho gemacht hatte. 31Dann zog Josua mit ganz Israel von Libna weiter nach Lachisch, belagerte die Stadt und griff sie an. 32Und der Herr gab auch Lachisch in die Gewalt Israels. Josua nahm die Stadt am zweiten Tag ein. Er erschlug alles, was in ihr lebte, mit scharfem Schwert, genau so, wie er es mit Libna gemacht hatte. 33Als Horam, der König von Geser, heranzog, um Lachisch zu helfen, schlug Josua auch ihn und sein Volk und ließ niemand übrig, der hätte entkommen können. 34Dann zog Josua mit ganz Israel von Lachisch weiter nach Eglon. Sie belagerten die Stadt und griffen sie an. 35Noch am gleichen Tag nahmen sie die Stadt ein und erschlugen ihre Einwohner mit scharfem Schwert. Alles, was in ihr lebte, weihte man noch am gleichen Tag dem Untergang, genau so, wie man es mit Lachisch gemacht hatte. 36Von Eglon zog Josua mit ganz Israel nach Hebron hinauf und griff es an. 37Sie nahmen die Stadt ein und erschlugen [ihren König und] alles, was in ihr lebte, ebenso die Einwohner aller ihrer Tochterstädte, mit scharfem Schwert; niemand ließ er entkommen, genau so, wie er es mit Eglon gemacht hatte. Er weihte die Stadt und alles, was in ihr lebte, dem Untergang. 38Dann wandte sich Josua mit ganz Israel gegen Debir und griff die Stadt an. 39Er eroberte die Stadt und ihre (Tochter)städte, nahm ihren König gefangen, erschlug ihre Einwohner mit scharfem Schwert und weihte alles, was in ihr lebte, dem Untergang; niemand ließ er entkommen. Wie er es mit Hebron und mit Libna und seinem König gemacht hatte, so machte er es auch mit Debir und seinem König. 40So schlug Josua das ganze Land - das Bergland und den Negeb, die Schefela und ihre Ausläufer - mit allen seinen Königen. Niemand ließ er entkommen; alles, was lebte, weihte er dem Untergang, wie es der Herr, der Gott Israels, befohlen hatte. 41Josua eroberte (das ganze Gebiet) von Kadesch-Barnea bis Gaza und ebenso das ganze Land Goschen und das Gebiet bis nach Gibeon. 42Aller dieser Könige und ihrer Länder bemächtigte sich Josua mit einem Schlag; denn der Herr, der Gott Israels, kämpfte für Israel. 43Dann kehrte Josua mit ganz Israel in das Lager nach Gilgal zurück. |
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