| Woche 2 | Bibelleseplan |
Donnerstag / Dichtung |
Hiob 3-4 |
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| 3 | ||
| 1Danach tat Ijob seinen Mund auf und verfluchte
seinen Tag. 2Ijob ergriff das Wort und sprach: 3Ausgelöscht sei der
Tag, an dem ich geboren bin, die Nacht, die sprach: Ein Mann ist empfangen.
4Jener Tag werde Finsternis, nie frage Gott von oben nach ihm, nicht leuchte
über ihm des Tages Licht. 5Einfordern sollen ihn Dunkel und Finsternis,
Gewölk über ihn sich lagern, Verfinsterung am Tag mache ihn schrecklich.
6Jene Nacht, das Dunkel raffe sie hinweg, sie reihe sich nicht in die Tage
des Jahres, sie füge sich nicht zur Zahl der Monde. 7Ja, diese Nacht
sei unfruchtbar, kein Jubel komme auf in ihr. 8Verwünschen sollen sie
die Verflucher der Tage, die es verstehen, den Levíatan zu wecken.
9Verfinstert seien ihrer Dämmerung Sterne; sie harre auf das Licht,
jedoch umsonst; die Wimpern der Morgenröte schaue sie nicht. 10Denn
sie hat die Pforten an meiner Mutter Leib nicht verschlossen, nicht das
Leid verborgen vor meinen Augen. 11Warum starb ich nicht vom Mutterschoß
weg, kam ich aus dem Mutterleib und verschied nicht gleich? 12Weshalb nur
kamen Knie mir entgegen, wozu Brüste, dass ich daran trank? 13Still
läge ich jetzt und könnte rasten, entschlafen wäre ich und
hätte Ruhe 14bei Königen, bei Ratsherren im Land, die Grabkammern
für sich erbauten, 15oder bei Fürsten, reich an Gold, die ihre
Häuser mit Silber gefüllt. 16Wie die verscharrte Fehlgeburt wäre
ich nicht mehr, Kindern gleich, die das Licht nie geschaut. 17Dort hören
Frevler auf zu toben, dort ruhen aus, deren Kraft erschöpft ist. 18Auch
Gefangene sind frei von Sorgen, hören nicht mehr die Stimme des Treibers.
19Klein und Groß ist dort beisammen, der Sklave ist frei von seinem
Herrn. 20Warum schenkt er dem Elenden Licht und Leben denen, die verbittert
sind? 21Sie warten auf den Tod, der nicht kommt, sie suchen ihn mehr als
verborgene Schätze. 22Sie würden sich freuen über einen Hügel;
fänden sie ein Grab, sie würden frohlocken. 23Wozu Licht für
den Mann auf verborgenem Weg, den Gott von allen Seiten einschließt?
24Bevor ich noch esse, kommt mir das Seufzen, wie Wasser strömen meine
Klagen hin. 25Was mich erschreckte, das kam über mich, wovor mir bangte,
das traf mich auch. 26Noch hatte ich nicht Frieden, nicht Rast, nicht Ruhe,
fiel neues Ungemach mich an. |
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| 4 | ||
| Die Vergeltung 1Da antwortete Elifas von Teman und sprach: 2Versucht man ein Wort an dich, ist es dir lästig? Doch die Rede aufzuhalten, wer vermag es? 3Sieh, viele hast du unterwiesen und erschlaffte Hände stark gemacht. 4Dem Strauchelnden halfen deine Worte auf, wankenden Knien gabst du Halt. 5Nun kommt es über dich, da gibst du auf, nun fasst es dich an, da bist du verstört. 6Ist deine Gottesfurcht nicht deine Zuversicht, dein lauterer Lebensweg nicht deine Hoffnung? 7Bedenk doch! Wer geht ohne Schuld zugrunde? Wo werden Redliche im Stich gelassen? 8Wohin ich schaue: Wer Unrecht pflügt, wer Unheil sät, der erntet es auch. 9Durch Gottes Atem gehen sie zugrunde, sie schwinden hin im Hauch seines Zornes. 10Des Löwen Brüllen, des Leuen Knurren, des Junglöwen Zähne werden enttäuscht. 11Der Löwe verendet aus Mangel an Beute, die Jungen der Löwin zerstreuen sich. 12Zu mir hat sich ein Wort gestohlen, geflüstert hat es mein Ohr erreicht. 13Im Grübeln und bei Nachtgesichten, wenn tiefer Schlaf die Menschen überfällt, 14kam Furcht und Zittern über mich und ließ erschaudern alle meine Glieder. 15Ein Geist schwebt an meinem Gesicht vorüber, die Haare meines Leibes sträuben sich. 16Er steht, ich kann sein Aussehen nicht erkennen, eine Gestalt nur vor meinen Augen, ich höre eine Stimme flüstern: 17Ist wohl ein Mensch vor Gott gerecht, ein Mann vor seinem Schöpfer rein? 18Selbst seinen Dienern traut er nicht, zeiht seine Engel noch des Irrtums. 19Wie erst jene, die im Lehmhaus wohnen, die auf den Staub gegründet sind; schneller als eine Motte werden sie zerdrückt. 20Vom Morgen bis zum Abend werden sie zerschlagen, für immer gehen sie zugrunde, unbeachtet. 21Wird nicht das Zelt über ihnen abgebrochen, sodass sie sterben ohne Einsicht?
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