| Woche 2 | Bibelleseplan |
Sonntag / Briefe |
Röm.3-4 |
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| 3 | ||
| Gottes Treue angesichts der Sünde
der Menschen 1Was ist nun der Vorzug der Juden, der Nutzen der Beschneidung? 2Er ist groß in jeder Hinsicht. Vor allem: Ihnen sind die Worte Gottes anvertraut. 3Wenn jedoch einige Gott die Treue gebrochen haben, wird dann etwa ihre Untreue die Treue Gottes aufheben? 4Keineswegs! Gott soll sich als der Wahrhaftige erweisen, jeder Mensch aber als Lügner, wie es in der Schrift heißt: So behältst du Recht mit deinen Worten und trägst den Sieg davon, wenn man mit dir rechtet. 5Wenn aber unsere Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit Gottes bestätigt, was sagen wir dann? Ist Gott - ich frage sehr menschlich - nicht ungerecht, wenn er seinen Zorn walten lässt? 6Keineswegs! Denn wie könnte Gott die Welt sonst richten? 7Wenn aber die Wahrheit Gottes sich durch meine Unwahrheit als noch größer erweist und so Gott verherrlicht wird, warum werde ich dann als Sünder gerichtet? 8Gilt am Ende das, womit man uns verleumdet und was einige uns in den Mund legen: Lasst uns Böses tun, damit Gutes entsteht? Diese Leute werden mit Recht verurteilt. 9Was heißt das nun? Sind wir als Juden im Vorteil? Ganz und gar nicht. Denn wir haben vorher die Anklage erhoben, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Herrschaft der Sünde stehen, 10wie es in der Schrift heißt: Es gibt keinen, der gerecht ist, auch nicht einen; 11es gibt keinen Verständigen, keinen, der Gott sucht. 12Alle sind abtrünnig geworden, alle miteinander taugen nichts. Keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger. 13Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihrer Zunge betrügen sie; Schlangengift ist auf ihren Lippen. 14Ihr Mund ist voll Fluch und Gehässigkeit. 15Schnell sind sie dabei, Blut zu vergießen; 16Verderben und Unheil sind auf ihren Wegen, 17und den Weg des Friedens kennen sie nicht. 18Die Gottesfurcht steht ihnen nicht vor Augen. 19Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, sagt es denen, die unter dem Gesetz leben, damit jeder Mund verstummt und die ganze Welt vor Gott schuldig wird. 20Denn durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde. 21Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: 22die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied: 23Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. 24Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. 25Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden; 26er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, dass er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt. 27Kann man sich da noch rühmen? Das ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens. 28Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes. 29Ist denn Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden, 30da doch gilt: Gott ist «der Eine». Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen. 31Setzen wir nun durch den Glauben das Gesetz außer Kraft? Im Gegenteil, wir richten das Gesetz auf. |
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| 3 | ||
| 1Müssen wir nun nicht fragen: Was hat
dann unser leiblicher Stammvater Abraham erlangt? 2Wenn Abraham aufgrund
von Werken Gerechtigkeit erlangt hat, dann hat er zwar Ruhm, aber nicht
vor Gott. 3Denn die Schrift sagt: Abraham glaubte Gott und das wurde ihm
als Gerechtigkeit angerechnet. 4Dem, der Werke tut, werden diese nicht aus
Gnade angerechnet, sondern er bekommt den Lohn, der ihm zusteht. 5Dem aber,
der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht,
dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 6Auch David preist den
Menschen selig, dem Gott Gerechtigkeit unabhängig von Werken anrechnet:
7Selig sind die, deren Frevel vergeben und deren Sünden bedeckt sind.
8Selig ist der Mensch, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet. 9Gilt
nun diese Seligpreisung nur den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen?
Wir haben gesagt: Abraham wurde der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.
10Wann wurde er ihm angerechnet: als er beschnitten oder als er unbeschnitten
war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. 11Das
Zeichen der Beschneidung empfing er zur Besiegelung der Glaubensgerechtigkeit,
die ihm als Unbeschnittenem zuteil wurde; also ist er der Vater aller, die
als Unbeschnittene glauben und denen daher Gerechtigkeit angerechnet wird,
12und er ist der Vater jener Beschnittenen, die nicht nur beschnitten sind,
sondern auch den Weg des Glaubens gehen, des Glaubens, den unser Vater Abraham
schon vor seiner Beschneidung hatte. 13Denn Abraham und seine Nachkommen
erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheißung, Erben der Welt
zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit. 14Wenn nämlich
jene Erben sind, die das Gesetz haben, dann ist der Glaube entleert und
die Verheißung außer Kraft gesetzt. 15Das Gesetz bewirkt Zorn;
wo es aber das Gesetz nicht gibt, da gibt es auch keine Übertretung.
16Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade».
Nur so bleibt die Verheißung für alle Nachkommen gültig,
nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die,
welche wie Abraham den Glauben haben. 17Nach dem Schriftwort: Ich habe dich
zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott,
dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was
nicht ist, ins Dasein ruft. 18Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt,
dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich
werden deine Nachkommen sein. 19Ohne im Glauben schwach zu werden, war er,
der fast Hundertjährige, sich bewusst, dass sein Leib und auch Saras
Mutterschoß erstorben waren. 20Er zweifelte nicht im Unglauben an
der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben und er erwies
Gott Ehre, 21fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt zu tun,
was er verheißen hat. 22Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit
angerechnet. 23Doch nicht allein um seinetwillen steht in der Schrift, dass
der Glaube ihm angerechnet wurde, 24sondern auch um unseretwillen; er soll
auch uns angerechnet werden, die wir an den glauben, der Jesus, unseren
Herrn, von den Toten auferweckt hat. 25Wegen unserer Verfehlungen wurde
er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt. |
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