| Woche 3 | Bibelleseplan |
Freitag / Prophetie |
Jesaja 12-17 |
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| 12 | ||
1 An jenem Tag wirst du sagen: Ich danke dir, Herr. Du hast mir gezürnt, doch dein Zorn hat sich gewendet und du hast mich getröstet. 2 Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. Er ist für mich zum Retter geworden. 3 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils. 4 An jenem Tag werdet ihr sagen: Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht seine Taten unter den Völkern bekannt, verkündet: Sein Name ist groß und erhaben! 5 Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht; auf der ganzen Erde soll man es wissen. 6 Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion; denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels. |
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| 13 | ||
| 1 Ausspruch über Babel - eine Vision,
die Jesaja, der Sohn des Amoz, hatte: 2 Stellt auf einem kahlen Berg ein
Feldzeichen auf, erhebt die Stimme und ruft meine Helden herbei! Winkt mit
der Hand: Sie sollen einziehen durch die Tore der Edlen. 3 Ich selbst habe
meine heiligen Krieger aufgeboten, ich habe sie alle zusammengerufen, meine
hochgemuten, jauchzenden Helden, damit sie meinen Zorn vollstrecken. 4 Horch,
es dröhnt im Gebirge wie der Lärm von zahllosen Menschen. Horch,
ganze Königreiche brausen heran, viele Völker kommen zusammen.
Der Herr der Heere mustert die Truppen. 5 Sie kommen aus einem fernen Land,
vom Ende des Himmels: der Herr und die Waffen seines Zorns, um das ganze
Land zu verwüsten. 6 Schreit auf, denn der Tag des Herrn ist nahe;
er kommt wie eine zerstörende Macht vom Allmächtigen. 7 Da sinken
alle Hände herab und das Herz aller Menschen verzagt. 8 Sie sind bestürzt;
sie werden von Krämpfen und Wehen befallen, wie eine Gebärende
winden sie sich. Einer starrt auf den andern, wie Feuer glüht ihr Gesicht.
9 Seht, der Tag des Herrn kommt, voll Grausamkeit, Grimm und glühendem
Zorn; dann macht er die Erde zur Wüste und die Sünder vertilgt
er. 10 Die Sterne und Sternbilder am Himmel lassen ihr Licht nicht mehr
leuchten. Die Sonne ist dunkel, schon wenn sie aufgeht, der Mond lässt
sein Licht nicht mehr scheinen. 11 Dann bestrafe ich den Erdkreis für
seine Verbrechen und die Bösen für ihre Vergehen. Dem Hochmut
der Stolzen mache ich ein Ende und werfe die hochmütigen Tyrannen zu
Boden. 12 Die Menschen mache ich seltener als Feingold, die Menschenkinder
rarer als Golderz aus Ofir. 13 Dann wird der Himmel erzittern und die Erde
beginnt an ihrem Ort zu wanken wegen des Grimms des Herrn der Heere am Tag
seines glühenden Zorns. 14 Wie aufgescheuchte Gazellen, wie eine Schafherde,
die niemand zusammenhält, so eilt dann jeder zu seinem Volk, so flieht
jeder in sein Land. 15 Man sticht jeden nieder, dem man begegnet; wen man
zu fassen bekommt, der fällt unter dem Schwert. 16 Vor ihren Augen
werden ihre Kinder zerschmettert, ihre Häuser geplündert, ihre
Frauen geschändet. 17 Seht, ich stachle die Meder gegen sie auf, denen
das Silber nichts gilt und das Gold nichts bedeutet. 18 Ihre Bogen strecken
die jungen Männer nieder; mit der Leibesfrucht haben sie kein Erbarmen,
mit den Kindern kein Mitleid. 19 Wie es Sodom und Gomorra erging, als Gott
sie zerstörte, so wird es Babel ergehen, dem Kleinod unter den Königreichen,
dem Schmuckstück der stolzen Chaldäer. 20 Für immer wird
es unbewohnt sein, bis zu den fernsten Generationen wird es nicht mehr besiedelt.
Nicht einmal ein Beduine schlägt dort sein Zelt auf, kein Hirt lässt
seine Herde dort lagern. 21 Dort haben nur Wüstenhunde ihr Lager, die
Häuser sind voller Eulen, Strauße lassen sich dort nieder und
Böcke springen umher. 22 Hyänen heulen in Babels Palästen,
in den Lustschlössern heulen Schakale. Die Zeit (seines Endes) steht
nahe bevor, Babels (letzte) Tage verzögern sich nicht. |
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| 14 | ||
| 1 Der Herr wird mit Jakob Erbarmen haben und
Israel von neuem erwählen. Er wird ihnen Ruhe gewähren in ihrer
Heimat; Fremde gesellen sich ihnen bei und schließen sich an das Haus
Jakob an. 2 Die Völker werden Israel nehmen und in seine Heimat zurückführen
und im Land des Herrn wird das Haus Israel sie zu Leibeigenen machen, zu
Knechten und Mägden. Es wird die gefangen halten, die es gefangen hielten,
und wird die unterdrücken, die es einst unterdrückten. 3 Und wenn
der Herr dir dann Ruhe gewährt nach deinen Leiden, deiner Unruhe und
der harten Knechtschaft, die du erdulden musstest, 4 dann wirst du auf den
König von Babel dieses Spottlied singen: Ach, der Unterdrücker
fand sein Ende, ein Ende nahm die Not. 5 Der Herr hat die Knüppel der
Frevler zerbrochen, den Stock der Tyrannen, 6 der in seinem Zorn die Völker
erschlug, sie schlug ohne Ende, der die Völker in seiner Wut zertrat
und sie verfolgte ohne jedes Erbarmen. 7 Nun hat die ganze Welt Ruhe und
Frieden, man bricht in Jubel aus. 8 Selbst die Zypressen und die Zedern
des Libanon machen sich über dich lustig: Seit du am Boden liegst,
kommt keiner mehr her, um uns zu fällen. 9 Das Totenreich drunten gerät
in Erregung, wenn du hinabkommst. Deinetwegen weckt es die Totengeister
auf, alle Fürsten der Erde, alle Könige der Völker lässt
es aufstehen von ihren Thronen. 10 Sie alle rufen dir zu: Auch du bist nun
kraftlos geworden wie wir, jetzt bist du uns gleich. 11 Hinabgeschleudert
zur Unterwelt ist deine Pracht samt deinen klingenden Harfen. Auf Würmer
bist du gebettet, Maden sind deine Decke. 12 Ach, du bist vom Himmel gefallen,
du strahlender Sohn der Morgenröte. Zu Boden bist du geschmettert,
du Bezwinger der Völker. 13 Du aber hattest in deinem Herzen gedacht:
Ich ersteige den Himmel; dort oben stelle ich meinen Thron auf, über
den Sternen Gottes; auf den Berg der (Götter-)versammlung setze ich
mich, im äußersten Norden. 14 Ich steige weit über die Wolken
hinauf, um dem Höchsten zu gleichen. 15 Doch in die Unterwelt wirst
du hinabgeworfen, in die äußerste Tiefe. 16 Jeder, der dich sieht,
starrt dich an, er blickt genau auf dich hin und denkt: Ist das der Mann,
der die Königreiche in Schrecken versetzte, der die Erde erbeben ließ,
17 der die Welt zur Wüste gemacht hat, ihre Städte zerstörte,
der die Gefangenen nicht nach Hause entließ? 18 Alle Könige der
Völker ruhen in Ehren, jeder in seinem Grab; 19 du aber wurdest hingeworfen
ohne Begräbnis, wie ein verachteter Bastard. Mit Erschlagenen bist
du bedeckt, die vom Schwert durchbohrt sind, wie ein zertretener Leichnam.
Mit denen, die in steinerne Grüfte hinabsteigen, 20 bist du nicht vereint
im Grab. Du hast dein eigenes Land zugrunde gerichtet, hingemordet dein
eigenes Volk; darum soll man die Namen der Nachkommen dieses Verbrechers
niemals mehr nennen. 21 Richtet eine Schlachtbank her für seine Söhne
wegen der Sünden des Vaters, damit sie sich niemals wieder erheben
und die Welt erobern und den Erdkreis mit Städten erfüllen. 22
Ich will mich gegen Babel erheben - Spruch des Herrn der Heere -, mit Stumpf
und Stiel will ich seinen Namen und Samen vernichten Spruch des Herrn. 23
Ich mache es zum Platz für die Eulen und zu einem sumpfigen Teich,
mit meinem vernichtenden Besen fege ich es hinweg - Spruch des Herrn der
Heere. 24 Der Herr der Heere hat geschworen: Wie ich es erdacht habe, so
wird es geschehen; wie ich es plante, so wird es auch kommen. 25 In meinem
eigenen Land will ich Assur zerschmettern, ich will es auf meinen Bergen
zertreten. Dann wird sein Joch von ihnen genommen und seine Last fällt
von ihrer Schulter. 26 Das ist der Plan, der für die ganze Erde beschlossen
ist, das ist die Hand, die über alle Völker ausgestreckt ist.
27 Denn der Herr der Heere hat es beschlossen. Wer kann es vereiteln? Seine
Hand ist ausgestreckt. Wer will sie zurückbiegen?
Die Ankündigung des Gerichts über
die Philister |
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| 15 | ||
| 1 Ausspruch über Moab: Über Nacht
wurde Ar verwüstet, ging Moab zugrunde. Über Nacht wurde Kir verwüstet,
ging Moab zugrunde. 2 Die Tochter Dibon steigt zu den Kulthöhen hinauf,
um dort zu klagen. Über Nebo und Medeba jammert Moab. Jeder Kopf ist
kahl geschoren, alle Bärte hat man abgeschnitten. 3 Auf den Gassen
geht man in Trauergewändern, alle weinen auf den Dächern und Plätzen
und zerfließen in Tränen. 4 Heschbon schreit und Elale, bis nach
Jahaz ist ihre Stimme zu hören. Darum zittern die Krieger von Moab,
ihre Seele verzagt. 5 Mein Herz schreit auf wegen Moab; bis nach Zoar fliehen
die Menschen [bis Eglat-Schelischija]. Die Steige von Luhit steigt man weinend
hinauf. Auf dem Weg nach Horonajim schreien die Leute über das Unglück.
6 Die Quellen von Nimrim versiegen; das Gras ist verwelkt; verdorrt sind
die Wiesen; alles Grün ist verschwunden. 7 Darum schleppen sie ihre
letzte Habe und ihre Vorräte über den Weidenbach fort. 8 Überallhin
dringt das Klagegeschrei, bis an die Grenzen von Moab. Bis nach Eglajim
hört man das Jammern, man hört es bis Beer-Elim. 9 Voll Blut sind
die Bäche von Dibon. Doch ich bringe über Dibon noch größeres
Unglück: Löwen über die aus Moab Entronnenen, über den
Rest von Adama. |
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| 16 | ||
| 1 Schickt Lämmer für den Herrscher
des Landes von Sela durch die Wüste zum Berg der Tochter Zion! 2 Wie
flüchtende Vögel, aus dem Nest verscheucht, so sind die Töchter
Moabs an den Furten des Arnon. 3 Mach einen Plan, triff eine Entscheidung!
Wie die Nacht breite deinen Schatten aus am helllichten Tag, versteck die
Verjagten, verrate die Flüchtigen nicht! 4 Lass die Flüchtlinge
Moabs bei dir verweilen; versteck sie bei dir vor ihrem Verfolger! Ist der
Unterdrücker beseitigt, der Verfolger vernichtet und sind die Eroberer
aus dem Land verschwunden, 5 dann wird durch (Gottes) Huld ein Thron errichtet;
darauf sitzt [im Zelt Davids] ein zuverlässiger Richter, der das Recht
sucht und die Gerechtigkeit fördert. 6 Wir haben von Moabs Stolz gehört
- es ist stolz über die Maßen - von seinem Dünkel (haben
wir gehört), von seinem Stolz und Übermut, und sein Geschwätz
ist nicht wahr. 7 Darum jammert Moab laut um Moab, alle jammern laut. Den
Traubenkuchen von Kir-Heres weinen sie nach; sie sind ganz niedergeschlagen.
8 Denn die Pflanzungen von Heschbon sind verwelkt, verwelkt ist der Weinstock
von Sibma. Die Herren der Völker haben seine Reben zertreten, die bis
Jaser reichten, bis in die Wüste hinaus sich verloren, seine Ranken
breiteten sich aus, sie zogen sich hin bis zum Meer. 9 Darum weine ich,
wie Jaser um dich weint, Weinstock von Sibma; ich benetze euch mit meinen
Tränen, Heschbon und Elale. Es gibt bei euch keinen Jubel mehr über
Weinlese und Ernte; 10 verschwunden sind Freude und Jubelgeschrei aus dem
fruchtbaren Land; in den Weinbergen jauchzt man nicht mehr und jubelt nicht
mehr. Niemand stampft mehr in der Kelter die Trauben. Verstummt ist das
Jauchzen. 11 Darum jammert mein Herz um Moab wie eine Zither, mein Inneres
klagt um Kir-Heres. 12 Wenn aber Moab auf seiner Kulthöhe erscheint
und sich abmüht (mit Opfern), wenn es in sein Heiligtum geht, um zu
beten: Es wird nichts erreichen. 13 Dieses Wort hat der Herr einst über
Moab gesprochen. 14 Jetzt aber hat der Herr so gesprochen: In drei Jahren
- drei Söldnerjahren - wird Moabs Macht und all seine Pracht ganz gering;
was aber übrig bleibt, wird schwach und unansehnlich sein. |
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| 17 | ||
| 1 Ausspruch über Damaskus. Seht hin: Damaskus
verschwindet und wird keine Stadt mehr sein, es wird zu einem Haufen von
Trümmern. 2 Die Städte um Aroër sind verlassen; sie gehören
den Herden, die dort ungestört lagern. 3 Mit dem Bollwerk von Efraim
ist es zu Ende, mit dem Königreich von Damaskus. Dem Rest von Aram
wird es gehen wie der Macht der Israeliten - Spruch des Herrn der Heere.
4 An jenem Tag schrumpft Jakobs Macht zusammen, das Fett seines Leibes schwindet
dahin. 5 Dann wird es sein, wie wenn ein Schnitter die Halme packt und mit
seinem Arm die Ähren abmäht. Dann wird es sein, wie wenn jemand
Ähren aufliest in der Rafaïterebene: 6 Nur ein Rest bleibt für
die Nachlese übrig wie beim Abernten der Ölbäume: zwei, drei
reife Oliven an den oberen Ästen des Baumes, vier oder fünf an
seinen Zweigen - Spruch des Herrn, des Gottes Israels. 7 An jenem Tag werden
die Menschen auf ihren Schöpfer blicken, ihre Augen werden auf den
Heiligen Israels schauen. 8 Sie blicken nicht mehr auf die Altäre,
das Machwerk ihrer Hände, sie schauen nicht mehr auf das, was ihre
Finger gemacht haben, auf die Kultpfähle und die Räucheraltäre.
9 An jenem Tag sind deine befestigten Städte verlassen wie die Städte
der Hiwiter und Amoriter, die man verlassen hat aus Furcht vor den Israeliten;
es wird eine schaurige Öde entstehen. 10 Denn du hast den Gott, der
dich rettet, vergessen; an den Felsen, auf dem du Zuflucht findest, hast
du nicht mehr gedacht. Leg nur liebliche Gärten an, bepflanze sie mit
Setzlingen aus der Fremde, 11 pfleg sie an dem Tag, an dem du sie pflanzt,
lass sie wachsen an dem Morgen, an dem du sie säst: Dahin ist die Ernte
am Tag deiner Krankheit und des heillosen Schmerzes. 12 Weh, welch Getöse
von zahlreichen Völkern; wie das Tosen des Meeres, so tosen sie. Man
hört das Toben der Nationen; wie das Toben gewaltiger Fluten, so toben
sie. 13 [Die Nationen toben wie das Toben gewaltiger Fluten.] Doch der Herr
wird ihnen drohen, dann fliehen sie weit in die Ferne, dahingejagt vom Wind
wie die Spreu auf den Bergen, wie Disteln, die der Sturm vor sich herrollt.
14 Am Abend herrscht plötzlich Schrecken, doch ehe es Morgen wird verschwunden
sind sie. Das ist das Schicksal derer, die uns ausplündern wollen,
das Los derer, die uns berauben wollen. |
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