| Woche 4 | Bibelleseplan |
Donnerstag / Dichtung |
Hiob 7-8 |
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| 7 | ||
| 1Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde? Sind nicht seine Tage die eines Tagelöhners? 2Wie ein Knecht ist er, der nach Schatten lechzt, wie ein Tagelöhner, der auf den Lohn wartet. 3So wurden Monde voll Enttäuschung mein Erbe und Nächte voller Mühsal teilte man mir zu. 4Lege ich mich nieder, sage ich: Wann darf ich aufstehn? Wird es Abend, bin ich gesättigt mit Unrast, bis es dämmert. 5Mein Leib ist gekleidet in Maden und Schorf, meine Haut schrumpft und eitert. 6Schneller als das Weberschiffchen eilen meine Tage, der Faden geht aus, sie schwinden dahin. 7Denk daran, dass mein Leben nur ein Hauch ist. Nie mehr schaut mein Auge Glück. 8Kein Auge gewahrt mich, das nach mir sieht, suchen mich deine Augen, dann bin ich nicht mehr da. 9Die Wolke schwindet, vergeht, so steigt nie mehr auf, wer zur Unterwelt fuhr. 10Nie kehrt er zurück in sein Haus, nie mehr erblickt ihn sein Ort. 11So wehre ich nicht meinem Mund, mit bedrängtem Geist will ich reden, mit betrübter Seele will ich klagen. 12Bin ich das Meer, der Meeresdrache, dass du gegen mich eine Wache stellst? 13Sagte ich: Mein Lager soll mich trösten, mein Bett trage das Leid mit mir!, 14so quältest du mich mit Träumen und mit Gesichten jagtest du mich in Angst. 15Erwürgt zu werden, zöge ich vor, den Tod diesem Totengerippe. 16Ich mag nicht mehr. Ich will nicht ewig leben. Lass ab von mir; denn nur ein Hauch sind meine Tage. 17Was ist der Mensch, dass du groß ihn achtest und deinen Sinn auf ihn richtest, 18dass du ihn musterst jeden Morgen und jeden Augenblick ihn prüfst? 19Wie lange schon schaust du nicht weg von mir, lässt mich nicht los, sodass ich den Speichel schlucke? 20Hab ich gefehlt? Was tat ich dir, du Menschenwächter? Warum stellst du mich vor dich als Zielscheibe hin? Bin ich dir denn zur Last geworden? 21Warum nimmst du mein Vergehen nicht weg, lässt du meine Schuld nicht nach? Dann könnte ich im Staub mich betten; suchtest du mich, wäre ich nicht mehr da. | ||
| 8 | ||
| Das Gesetz der Vergeltung 1Da antwortete Bildad von Schuach und sprach: 2Wie lange noch willst du derlei reden? Nur heftiger Wind sind die Worte deines Mundes. 3Beugt etwa Gott das Recht oder beugt der Allmächtige die Gerechtigkeit? 4Haben deine Kinder gefehlt gegen ihn, gab er sie der Gewalt ihres Frevels preis. 5Wenn du mit Eifer Gott suchst, an den Allmächtigen dich flehend wendest, 6wenn du rein bist und recht, dann wird er über dich wachen, dein Heim herstellen, wie es dir zusteht. 7Und war dein Anfang auch gering, dein Ende wird gewaltig groß. 8Ja, frag nur das frühere Geschlecht und merk dir, was die Väter erforschten. 9Wir sind von gestern nur und wissen nichts, wie Schatten sind auf Erden unsre Tage. 10Unterweisen sie dich nicht, sprechen sie nicht zu dir, geben sie dir nicht Worte aus ihrem Herzen: 11Wächst ohne Sumpf das Schilfrohr hoch, wird Riedgras ohne Wasser groß? 12In Blüte und noch nicht gemäht, verwelkt es schon vor allem Gras. 13So enden alle, die Gott vergessen, des Ruchlosen Hoffen wird zunichte. örtlich: So sind die Wege aller. 14Ein Spinngewebe ist seine Zuversicht, ein Spinnennetz sein Verlass. 15Stützt er sich auf sein Haus, es hält nicht stand, klammert er sich daran, es bleibt nicht stehen. 16Er steht im Saft vor der Sonne, seine Zweige überwuchern den Garten, 17im Geröll verflechten sich seine Wurzeln, zwischen Steinen halten sie sich fest. 18Doch Gott tilgt ihn aus an seiner Stätte, sie leugnet ihn: Nie habe ich dich gesehen. 19Siehe, das ist die Freude seines Weges und ein anderer sprießt aus dem Staub. 20Ja, Gott verschmäht den Schuldlosen nicht, die Hand der Boshaften aber hält er nicht fest. 21Mit Lachen wird er deinen Mund noch füllen, deine Lippen mit Jubel. 22Deine Hasser werden sich kleiden in Schmach, das Zelt der Frevler besteht nicht mehr. |
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