| Woche 4 | Bibelleseplan |
Mittwoch / Psalmen |
Psalm 9-11 |
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| 9 | ||
| 1[Für den Chormeister. Nach der Weise
«Stirb für den Sohn!» Ein Psalm Davids.] 2Ich will dir
danken, Herr, aus ganzem Herzen, verkünden will ich all deine Wunder.
3Ich will jauchzen und an dir mich freuen, für dich, du Höchster,
will ich singen und spielen. 4Denn zurückgewichen sind meine Feinde,
gestürzt und vergangen vor deinem Angesicht. 5Du hast mir Recht verschafft
und für mich entschieden, dich auf den Thron gesetzt als ein gerechter
Richter. 6Du hast die Völker bedroht, die Frevler vernichtet, ihren
Namen gelöscht für immer und ewig. 7Die Feinde sind dahin, zerschlagen
für immer. Du hast Städte entvölkert, ihr Ruhm ist versunken.
8Der Herr aber thront für ewig; er stellt seinen Thron auf zum Gericht.
9Er richtet den Erdkreis gerecht, er spricht den Völkern das Urteil,
das sie verdienen. 10So wird der Herr für den Bedrückten zur Burg,
zur Burg in Zeiten der Not. 11Darum vertraut dir, wer deinen Namen kennt;
denn du, Herr, verlässt keinen, der dich sucht. 12Singt dem Herrn,
der thront auf dem Zion, verkündet unter den Völkern seine Taten!
13Denn er, der jede Blutschuld rächt, denkt an die Armen und ihren
Notschrei vergisst er nicht. 14Sei mir gnädig in meiner Not; Herr,
sieh doch, wie sie mich hassen! Führ mich herauf von den Pforten des
Todes, 15damit ich all deinen Ruhm verkünde in den Toren von Zion und
frohlocke, weil du mir hilfst. örtlich: in den Toren der Tochter Zion.
16Völker versanken in der Grube, die sie selber gegraben; im Netz,
das sie heimlich gelegt, hat ihr Fuß sich verfangen. 17Kundgetan hat
sich der Herr: Er hielt sein Gericht; im eigenen Werk hat sich der Frevler
verstrickt. [Zwischenspiel. Sela] örtlich: im Werk seiner Hände,
er fängt den Frevler. 18Hinabfahren müssen die Frevler zum Totenreich,
alle Heiden, die Gott vergessen. 19Doch der Arme ist nicht auf ewig vergessen,
des Elenden Hoffnung ist nicht für immer verloren. 20Erheb dich, Herr,
damit nicht der Mensch triumphiert, damit die Völker gerichtet werden
vor deinem Angesicht. 21Wirf Schrecken auf sie, o Herr! Erkennen sollen
die Völker: Sie sind nur Menschen. [Sela] |
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| 10 | ||
| 1Herr, warum bleibst du so fern, verbirgst
dich in Zeiten der Not? 2In seinem Hochmut quält der Frevler die Armen.
Er soll sich fangen in den Ränken, die er selbst ersonnen hat. 3Denn
der Frevler rühmt sich nach Herzenslust, er raubt, er lästert
und verachtet den Herrn. 4Überheblich sagt der Frevler: «Gott
straft nicht. Es gibt keinen Gott.» So ist sein ganzes Denken. 5Zu
jeder Zeit glückt ihm sein Tun. Hoch droben und fern von sich wähnt
er deine Gerichte. 6Er sagt in seinem Herzen: «Ich werde niemals wanken.
Von Geschlecht zu Geschlecht trifft mich kein Unglück.» 7Sein
Mund ist voll Fluch und Trug und Gewalttat; auf seiner Zunge sind Verderben
und Unheil. 8Er liegt auf der Lauer in den Gehöften und will den Schuldlosen
heimlich ermorden; seine Augen spähen aus nach dem Armen. 9Er lauert
im Versteck wie ein Löwe im Dickicht, er lauert darauf, den Armen zu
fangen; er fängt den Armen und zieht ihn in sein Netz. 10Er duckt sich
und kauert sich nieder, seine Übermacht bringt die Schwachen zu Fall.
11Er sagt in seinem Herzen: «Gott vergisst es, er verbirgt sein Gesicht,
er sieht es niemals.» 12Herr, steh auf, Gott, erheb deine Hand, vergiss
die Gebeugten nicht! 13Warum darf der Frevler Gott verachten und in seinem
Herzen sagen: «Du strafst nicht»? 14Du siehst es ja selbst;
denn du schaust auf Unheil und Kummer. Der Schwache vertraut sich dir an;
du bist den Verwaisten ein Helfer. 15Zerbrich den Arm des Frevlers und des
Bösen, bestraf seine Frevel, sodass man von ihm nichts mehr findet.
16Der Herr ist König für immer und ewig, in seinem Land gehen
die Heiden zugrunde. 17Herr, du hast die Sehnsucht der Armen gestillt, du
stärkst ihr Herz, du hörst auf sie: 18Du verschaffst den Verwaisten
und Bedrückten ihr Recht. Kein Mensch mehr verbreite Schrecken im Land. |
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| 11 | ||
| 1[Für den Chormeister. Von David.] Beim
Herrn finde ich Zuflucht. Wie könnt ihr mir sagen: «In die Berge
flieh wie ein Vogel»? 2Schon spannen die Frevler den Bogen, sie legen
den Pfeil auf die Sehne, um aus dem Dunkel zu treffen die Menschen mit redlichem
Herzen. 3Gerät alles ins Wanken, was kann da der Gerechte noch tun?
örtlich: Wenn die Grundfesten eingerissen werden. 4Der Herr weilt in
seinem heiligen Tempel, der Thron des Herrn ist im Himmel. Seine Augen schauen
herab, seine Blicke prüfen die Menschen. 5Der Herr prüft Gerechte
und Frevler; wer Gewalttat liebt, den hasst er aus tiefster Seele. 6Auf
die Frevler lasse er Feuer und Schwefel regnen; sengender Wind sei ihr Anteil.
7Denn der Herr ist gerecht, er liebt gerechte Taten; wer rechtschaffen ist,
darf sein Angesicht schauen. |
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