| Woche 3 | Bibelleseplan |
Montag / Das Gesetz |
1.Mose 12-15 |
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| 12 | ||
| 1Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem
Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das
ich dir zeigen werde. 2Ich werde dich zu einem großen Volk machen,
dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.
3Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich
verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.
4Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch
Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog.
5Abram nahm seine Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alle ihre Habe,
die sie erworben hatten, und die Knechte und Mägde, die sie in Haran
gewonnen hatten. Sie wanderten nach Kanaan aus und kamen dort an. 6Abram
zog durch das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Orakeleiche.
Die Kanaaniter waren damals im Land. 7Der Herr erschien Abram und sprach:
Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land. Dort baute er dem Herrn, der ihm
erschienen war, einen Altar. 8Von da brach er auf zum Bergland östlich
von Bet-El und schlug sein Zelt so auf, dass er Bet-El im Westen und Ai
im Osten hatte. Dort baute er dem Herrn einen Altar und rief den Namen des
Herrn an. 9Dann zog Abram immer weiter, dem Negeb zu.
Abraham und Sara in Ägypten |
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| 13 | ||
| Abraham und Lot 1Von Ägypten zog Abram in den Negeb hinauf, er und seine Frau mit allem, was ihm gehörte, und mit ihm auch Lot. 2Abram hatte einen sehr ansehnlichen Besitz an Vieh, Silber und Gold. 3Er wanderte von einem Lagerplatz zum andern weiter, vom Negeb bis nach Bet-El, bis zu dem Ort, an dem anfangs sein Zelt gestanden hatte, zwischen Bet-El und Ai, 4dem Ort, wo er früher den Altar erbaut hatte. Dort rief Abram den Namen des Herrn an. 5Auch Lot, der mit Abram gezogen war, besaß Schafe und Ziegen, Rinder und Zelte. 6Das Land war aber zu klein, als dass sich beide nebeneinander hätten ansiedeln können; denn ihr Besitz war zu groß und so konnten sie sich nicht miteinander niederlassen. 7Zwischen den Hirten Abrams und den Hirten Lots kam es zum Streit; auch siedelten damals noch die Kanaaniter und die Perisiter im Land. 8Da sagte Abram zu Lot: Zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Hirten soll es keinen Streit geben; wir sind doch Brüder. 9Liegt nicht das ganze Land vor dir? Trenn dich also von mir! Wenn du nach links willst, gehe ich nach rechts; wenn du nach rechts willst, gehe ich nach links. 10Lot blickte auf und sah, dass die ganze Jordangegend bewässert war. Bevor der Herr Sodom und Gomorra vernichtete, war sie bis Zoar hin wie der Garten des Herrn, wie das Land Ägypten. 11Da wählte sich Lot die ganze Jordangegend aus. Lot brach nach Osten auf und sie trennten sich voneinander. 12Abram ließ sich in Kanaan nieder, während Lot sich in den Städten jener Gegend niederließ und seine Zelte bis Sodom hin aufschlug. 13Die Leute von Sodom aber waren sehr böse und sündigten schwer gegen den Herrn. Gottes Verheißung an Abraham |
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| 14 | ||
| Abraham und Melchisedek 1Damals führten Amrafel, der König von Schinar, Arjoch, der König von Ellasar, Kedor-Laomer, der König von Elam, und Tidal, der König der Völker, 2Krieg gegen Bera, den König von Sodom, Birscha, den König von Gomorra, Schinab, den König von Adma, Schemeber, den König von Zebojim, und den König von Bela, das jetzt Zoar heißt. 3Sie alle zogen als Verbündete in das Siddimtal, das jetzt Salzmeer heißt. 4Zwölf Jahre waren sie Kedor-Laomer untertan gewesen, im dreizehnten Jahr fielen sie von ihm ab. 5Im vierzehnten Jahr kamen Kedor-Laomer und die mit ihm verbündeten Könige. Sie schlugen die Rafaïter in Aschterot-Karnajim, die Susiter in Ham, die Emiter in der Ebene von Kirjatajim 6und die Horiter in ihrem Gebirge Seïr bis nach El-Paran, das am Rande der Wüste liegt. 7Auf dem Rückweg kamen sie nach En-Mischpat, das jetzt Kadesch heißt, und verwüsteten das ganze Gebiet der Amalekiter sowie das der Amoriter, die in Hazezon-Tamar wohnten. 8Der König von Sodom, der König von Gomorra, der König von Adma, der König von Zebojim und der König von Bela, das jetzt Zoar heißt, zogen aus und stellten sich ihnen im Siddimtal zum Kampf, 9nämlich Kedor-Laomer, dem König von Elam, Tidal, dem König der Völker, Amrafel, dem König von Schinar, und Arjoch, dem König von Ellasar: vier Könige gegen fünf. 10Das Siddimtal war voller Erdpechgruben; die Könige von Sodom und Gomorra mussten fliehen und fielen dort hinein, die Übrigen flohen ins Gebirge. 11Die Feinde nahmen die ganze Habe von Sodom und Gomorra sowie alle ihre Vorräte mit und zogen ab. 12Als sie abzogen, nahmen sie auch Lot, den Neffen Abrams, und seine Habe mit; Lot wohnte damals in Sodom. 13Ein Flüchtling kam und berichtete es dem Hebräer Abram; Abram wohnte bei den Eichen des Amoriters Mamre, des Bruders Eschkols und Aners, die seine Bundesgenossen waren. 14Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen, musterte er seine ausgebildete Mannschaft, dreihundertachtzehn Mann, die alle in seinem Haus geboren waren, und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan. 15In der Nacht verteilten sie sich, er und seine Knechte, um sie zu überfallen. Er schlug sie und verfolgte sie bis Hoba, nördlich von Damaskus. 16Er brachte die ganze Habe zurück, auch seinen Bruder Lot und dessen Besitz sowie die Frauen und die übrigen Leute. 17Als er nach dem Sieg über Kedor-Laomer und die mit ihm verbündeten Könige zurückkam, zog ihm der König von Sodom ins Schawetal entgegen, das jetzt Königstal heißt. 18Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. 19Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, 20und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem. 21Der König von Sodom sagte zu Abram: Gib mir die Leute zurück, die Habe behalte! 22Abram entgegnete dem König von Sodom: Ich erhebe meine Hand zum Herrn, dem Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde: 23Keinen Faden und keinen Schuhriemen, nichts von allem, was dir gehört, will ich behalten. Du sollst nicht behaupten können: Ich habe Abram reich gemacht. 24Nur was meine Leute verzehrt haben und was auf die Männer entfällt, die mit mir gezogen sind, auf Aner, Eschkol und Mamre, das sollen sie als ihren Anteil behalten. |
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| 15 | ||
| Gottes Bund mit Abraham 1Nach diesen Ereignissen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein. 2Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin und Erbe meines Hauses ist Eliëser aus Damaskus. 3Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben. 4Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein. 5Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. 6Abram glaubte dem Herrn und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. 7Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu Eigen zu geben. 8Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es zu Eigen bekomme? 9Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube! 10Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht. 11Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie. 12Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; große, unheimliche Angst überfiel ihn. 13Gott sprach zu Abram: Du sollst wissen: Deine Nachkommen werden als Fremde in einem Land wohnen, das ihnen nicht gehört. Sie werden dort als Sklaven dienen und man wird sie vierhundert Jahre lang hart behandeln. 14Aber auch über das Volk, dem sie als Sklaven dienen, werde ich Gericht halten und nachher werden sie mit reicher Habe ausziehen. 15Du aber wirst in Frieden zu deinen Vätern heimgehen; in hohem Alter wirst du begraben werden. 16Erst die vierte Generation wird hierher zurückkehren; denn noch hat die Schuld der Amoriter nicht ihr volles Maß erreicht. 17Die Sonne war untergegangen und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch. 18An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat, 19(das Land) der Keniter, der Kenasiter, der Kadmoniter, 20der Hetiter, der Perisiter, der Rafaïter, 21der Amoriter, der Kanaaniter, der Girgaschiter, der Hiwiter und der Jebusiter. |
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