| Woche 4 | Bibelleseplan |
Samstag / Evangelien |
Matth.8-10 |
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| 8 | ||
| 1 Als Jesus von dem Berg herabstieg, folgten
ihm viele Menschen. 2 Da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und
sagte: Herr, wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. 3 Jesus
streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es werde rein!
Im gleichen Augenblick wurde der Aussätzige rein. 4 Jesus aber sagte
zu ihm: Nimm dich in Acht! Erzähl niemand davon, sondern geh, zeig
dich dem Priester und bring das Opfer dar, das Mose angeordnet hat. Das
soll für sie ein Beweis (deiner Heilung) sein. 5 Als er nach Kafarnaum
kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: 6 Herr, mein Diener liegt
gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. 7 Jesus sagte zu ihm:
Ich will kommen und ihn gesund machen. 8 Da antwortete der Hauptmann: Herr,
ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort,
dann wird mein Diener gesund. 9 Auch ich muss Befehlen gehorchen und ich
habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er,
und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!,
so tut er es. 10 Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu
denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben
habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. 11 Ich sage euch: Viele werden
von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich
zu Tisch sitzen; 12 die aber, für die das Reich bestimmt war, werden
hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen
und mit den Zähnen knirschen. 13 Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh!
Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der
Diener gesund. 14 Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen
Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte. 15 Da berührte er ihre
Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für
ihn. 16 Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem
Wort die Geister aus und heilte alle Kranken. 17 Dadurch sollte sich erfüllen,
was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf
sich genommen und unsere Krankheiten getragen.
Von der Nachfolge |
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| 9 | ||
1 Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt. 2 Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! 3 Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. 4 Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? 5 Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 6 Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! 7 Und der Mann stand auf und ging heim. 8 Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat. 9 Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. 10 Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. 11 Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? 12 Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 13 Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten. 14 Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? 15 Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. 16 Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab und es entsteht ein noch größerer Riss. 17 Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten. 18 Während Jesus so mit ihnen redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig. 19 Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. 20 Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; 21 denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. 22 Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt. 23 Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, 24 sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. 25 Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf. 26 Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend. 27 Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! 28 Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr. 29 Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. 30 Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in Acht! Niemand darf es erfahren. 31 Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend. 32 Als sie gegangen waren, brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. 33 Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. 34 Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 35 Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. 36 Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. 37 Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. 38 Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. |
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| 10 | ||
| 1 Dann rief er seine zwölf Jünger
zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und
alle Krankheiten und Leiden zu heilen. 2 Die Namen der zwölf Apostel
sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann
Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, 3 Philippus
und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus,
der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, 4 Simon Kananäus und
Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. 5 Diese Zwölf sandte
Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt
der Samariter, 6 sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
7 Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. 8 Heilt Kranke, weckt
Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt
ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. 9 Steckt nicht Gold, Silber und
Kupfermünzen in euren Gürtel. 10 Nehmt keine Vorratstasche mit
auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer
arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. 11 Wenn ihr in eine Stadt
oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen;
bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. 12 Wenn ihr in ein Haus
kommt, dann wünscht ihm Frieden. 13 Wenn das Haus es wert ist, soll
der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es
aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren. 14 Wenn
man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure
Worte nicht hören will, dann geht weg und schüttelt den Staub
von euren Füßen. 15 Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom
und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser
Stadt. 16 Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid
daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! 17 Nehmt euch aber
vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen
und in ihren Synagogen auspeitschen. 18 Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter
und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis
ablegt. 19 Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie
und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was
ihr sagen sollt. 20 Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures
Vaters wird durch euch reden. 21 Brüder werden einander dem Tod ausliefern
und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern
auflehnen und sie in den Tod schicken. 22 Und ihr werdet um meines Namens
willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt,
der wird gerettet. 23 Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht
in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit
den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt. 24 Ein Jünger
steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem
Herrn. 25 Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht
wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn
man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.
26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt,
was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt
wird. 27 Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was
man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.
28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele
aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der
Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. 29 Verkauft
man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner
von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. 30 Bei euch aber sind sogar
die Haare auf dem Kopf alle gezählt. 31 Fürchtet euch also nicht!
Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. 32 Wer sich nun vor den Menschen zu
mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem
Vater im Himmel verleugnen. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden
auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen,
sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater
zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit
ihrer Schwiegermutter; 36 und die Hausgenossen eines Menschen werden seine
Feinde sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht
würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht
würdig. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt,
ist meiner nicht würdig. 39 Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren;
wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. 40 Wer euch
aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der
mich gesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist,
wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil
es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. 42 Und wer
einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken
gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss
nicht um seinen Lohn kommen. |
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