Woche 5

Bibelleseplan

Freitag / Prophetie
 
Jesaja
23-28
 
23
1 Ausspruch über Tyrus. Jammert, ihr Tarschisch-Schiffe; denn euer Hafen wurde zerstört. Bei der Heimfahrt aus dem Land der Kittäer wurde es ihnen bekannt. 2 Verstummt, ihr Bewohner der Küste, ihr Kaufleute von Sidon, die ihr über das Meer fahrt und deren Boten das große Wasser überqueren. 3 Die Saaten am Fluss, die Ernten am Nil brachten reichen Ertrag; Sidon wurde zum Handelsplatz für die Völker. 4 Schäme dich, Sidon; denn zu dir sagt das Meer [die Festung am Meer]: Ich lag nicht in Wehen und habe nicht geboren und ich zog weder Söhne noch Töchter groß. 5 Wenn das die Ägypter erfahren, zittern sie wie einst bei der Nachricht aus Tyrus. 6 Fahrt nach Tarschisch hinüber; jammert, ihr Bewohner der Küste! 7 Ist das eure fröhliche Stadt, in den Tagen der Vorzeit gegründet, die Stadt, die ihre Siedler aussandte in weiteste Fernen? 8 Wer hat das über Tyrus beschlossen, das einst Kronen verschenkte, dessen Kaufleute wie Fürsten auftraten und dessen Händler die vornehmsten Herren der Erde waren? 9 Der Herr der Heere hat beschlossen, die ganze Pracht zuschanden zu machen und den Stolz aller vornehmen Herren der Erde zu brechen. 10 Bebau dein Land [wie am Nil], Tochter Tarschisch, es gibt keinen Hafen mehr. 11 Der Herr hat seine Hand ausgestreckt über das Meer, er hat die Königreiche erschüttert. Er hat den Befehl erlassen, Kanaans Burgen in Trümmer zu legen. 12 Er sagte: Nie mehr sollst du fröhlich sein, Tochter Sidon, du vergewaltigte Jungfrau. Steh auf, fahr zu den Kittäern - auch dort findest du keine Ruhe. 13 [Denn die Chaldäer waren das Volk - nicht Assur ist es gewesen -, die Sidon zum Aufenthalt der Wüstentiere machen wollten. Sie stellten ihre Belagerungstürme auf, zerstörten die Paläste und machten sie zu einem Trümmerhaufen.] 14 Jammert, ihr Tarschisch-Schiffe, denn euer Hafen wurde zerstört. 15 Dann wird Tyrus siebzig Jahre lang - solange wie ein König lebt vergessen sein. Nach siebzig Jahren aber wird es Tyrus gehen, wie es im Lied von der Dirne heißt: 16 Nimm die Zither, durchstreife die Stadt, vergessene Dirne! Spiele schön und singe viel, damit man an dich denkt. 17 Nach siebzig Jahren wird sich der Herr wieder um Tyrus kümmern: Die Stadt wird wieder ihren Dirnenlohn erhalten und mit allen Königreichen der Welt, die es auf Erden gibt, Unzucht treiben. 18 Aber ihr Gewinn und ihr Dirnenlohn wird dem Herrn als heilige Gabe gehören. Er wird nicht angesammelt und gehortet, sondern wird denen, die in der Nähe des Herrn wohnen, als reiche Nahrung und prächtige Kleidung dienen.
24
1 Seht her! Der Herr verheert und verwüstet die Erde; er verändert ihr Gesicht und zerstreut ihre Bewohner. 2 Dann geht es dem Laien wie dem Priester, dem Knecht wie dem Herrn, der Magd wie der Herrin, dem Käufer wie dem Verkäufer, dem Gläubiger wie dem Schuldner, dem, der ausleiht, wie dem, der leiht. 3 Verheert wird die Erde, verheert, geplündert wird sie, geplündert. Ja, der Herr hat es gesagt. 4 Die Erde welkt, sie verwelkt, die Welt zerfällt, sie verwelkt, Himmel und Erde zerfallen. 5 Die Erde ist entweiht durch ihre Bewohner; denn sie haben die Weisungen übertreten, die Gesetze verletzt, den ewigen Bund gebrochen. 6 Darum wird ein Fluch die Erde zerfressen; ihre Bewohner haben sich schuldig gemacht. Darum schwinden die Bewohner der Erde dahin, nur wenige Menschen werden übrig gelassen. 7 Der Wein ist dahin, die Rebe verwelkt; alle, die einst so heiter waren, seufzen und stöhnen. 8 Verstummt ist der fröhliche Klang der Trommeln, der Lärm der Übermütigen ist zu Ende, verstummt ist der fröhliche Klang der Zither. 9 Man trinkt keinen Wein mehr bei frohem Gesang, das Bier der Zecher ist bitter geworden. 10 Die öde Stadt liegt in Trümmern, alle Häuser sind für den Zutritt verschlossen. 11 Auf den Gassen jammern die Leute: Es gibt keinen Wein mehr! Jede Freude ist verschwunden, aller Jubel hat die Erde verlassen. 12 Von der Stadt blieben nur noch Ruinen, auch das Tor wurde zertrümmert. 13 Dann ist es unter den Völkern auf der Erde, wie wenn man Oliven abschlägt, wie bei der Nachlese, wenn die Ernte vorbei ist. 14 Sie beginnen zu jubeln, sie preisen die Größe des Herrn. Jauchzt, ihr im Westen, 15 ehrt den Herrn, ihr im Osten! Und ihr auf den Inseln im Meer, preist den Namen des Herrn, des Gottes Israels! 16 Von den äußersten Enden der Erde hören wir Lieder: Preis dem Gerechten! Ich aber sage: Weh mir! Elend, Elend kommt über mich. Treulose handeln treulos, ja, die Treulosen brechen die Treue. 17 Grauen, Grube und Garn warten auf euch, ihr Bewohner der Erde. 18 Wer dem Lärm des Grauens entflieht, fällt in die Grube. Wer aus der Grube entkommt, fängt sich im Garn. Die Schleusen hoch droben werden geöffnet, die Fundamente der Erde werden erschüttert. 19 Die Erde birst und zerbirst, die Erde bricht und zerbricht, die Erde wankt und schwankt. 20 Wie ein Betrunkener taumelt die Erde, sie schwankt wie eine wacklige Hütte. Ihre Sünden lasten auf ihr; sie fällt und kann sich nicht mehr erheben. 21 An jenem Tag wird der Herr hoch droben das Heer in der Höhe zur Rechenschaft ziehen und auf der Erde die Könige der Erde. 22 Sie werden zusammengetrieben und in eine Grube gesperrt; sie werden ins Gefängnis geworfen und nach einer langen Zeit wird er sie strafen. 23 Dann muss der Mond sich schämen, muss die Sonne erbleichen. Denn der Herr der Heere ist König auf dem Berg Zion und in Jerusalem, er offenbart seinen Ältesten seine strahlende Pracht.
25
1 Herr, du bist mein Gott, ich will dich rühmen und deinen Namen preisen. Denn du hast wunderbare Pläne verwirklicht, von fern her zuverlässig und sicher. 2 Du hast die Stadt zu einem Steinhaufen gemacht, die starke Burg zu einem Trümmerfeld, die Paläste der Fremden zu einem verwüsteten Ort, den man in Ewigkeit nicht mehr aufbaut. 3 Darum ehren dich mächtige Völker; vor dir fürchten sich die Städte der gewalttätigen Nationen. 4 Du bist die Zuflucht der Schwachen, die Zuflucht der Armen in ihrer Not; du bietest ihnen ein Obdach bei Regen und Sturm und Schatten bei glühender Hitze. Denn der Sturm der Gewaltigen ist wie ein Regenguss im Winter, wie die Hitze im trockenen Land. 5 Du bringst den Lärm der Fremden zum Schweigen, wie ein Wolkenschatten die Hitze mildert, das Lied der Gewaltigen lässt du verstummen. 6 Der Herr der Heere wird auf diesem Berg für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen. 7 Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt. 8 Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen. 9 An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat. 10 Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg. Moab aber wird an Ort und Stelle zerstampft, wie Stroh in der Jauche zerstampft wird. 11 Wenn Moab darin auch mit den Händen rudert wie der Schwimmer beim Schwimmen, so drückt er den Stolzen doch nieder, auch wenn seine Hände sich wehren. 12 Deine festen, schützenden Mauern werden niedergerissen; der Herr stürzt sie zu Boden; sie liegen im Staub.
26
1 An jenem Tag singt man in Juda dieses Lied: Wir haben eine befestigte Stadt, zu unserem Schutz baute der Herr Mauern und Wälle. 2 Öffnet die Tore, damit ein gerechtes Volk durch sie einzieht, ein Volk, das dem Herrn die Treue bewahrt. 3 Sein Sinn ist fest; du schenkst ihm Ruhe und Frieden; denn es verlässt sich auf dich. 4 Verlasst euch stets auf den Herrn; denn der Herr ist ein ewiger Fels. 5 Er hat die Bewohner des hohen Berges hinabgestürzt, die hoch aufragende Stadt; er hat sie zu Boden geworfen, in den Staub hat er sie gestoßen. 6 Sie wird zermalmt von den Füßen der Armen, unter den Tritten der Schwachen. 7 Der Weg des Gerechten ist gerade, du ebnest dem Gerechten die Bahn. 8 Herr, auf das Kommen deines Gerichts vertrauen wir. Deinen Namen anzurufen und an dich zu denken ist unser Verlangen. 9 Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, auch mein Geist ist voll Sehnsucht nach dir. Denn dein Gericht ist ein Licht für die Welt, die Bewohner der Erde lernen deine Gerechtigkeit kennen. 10 Aber der Frevler lernt nie, was gerecht ist, auch wenn du ihm Gnade erweist. Selbst im Land der Gerechtigkeit tut er noch Unrecht, doch er wird den erhabenen Glanz des Herrn nicht erblicken. 11 Herr, deine Hand ist erhoben, doch deine Gegner sehen es nicht; aber sie werden es sehen und sie werden beschämt sein von deiner leidenschaftlichen Liebe zu deinem Volk; ja, Feuer wird sie verzehren. 12 Herr, du wirst uns Frieden schenken; denn auch alles, was wir bisher erreichten, hast du für uns getan. 13 Herr, unser Gott, es beherrschten uns andere Herren als du, doch nur deinen Namen werden wir rühmen. 14 Die Toten werden nicht leben, die Verstorbenen stehen nie wieder auf; denn du hast sie bestraft und vernichtet, jede Erinnerung an sie hast du getilgt. 15 Du hast dein Volk vermehrt, o Herr, du hast es vermehrt; du hast deine Herrlichkeit erwiesen, auf allen Seiten hast du die Grenzen des Landes erweitert. 16 Herr, in der Not suchten wir dich; wir schrien in unserer Qual, als du uns straftest. 17 Wie eine schwangere Frau, die nahe daran ist, ihr Kind zu gebären, die sich in ihren Wehen windet und schreit, so waren wir, Herr, in deinen Augen. 18 Wir waren schwanger und lagen in Wehen; doch als wir gebaren, war es ein Wind. Wir brachten dem Land keine Rettung, kein Erdenbewohner wurde geboren. 19 Deine Toten werden leben, die Leichen stehen wieder auf; wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubeln. Denn der Tau, den du sendest, ist ein Tau des Lichts; die Erde gibt die Toten heraus. 20 Auf, mein Volk, geh in deine Kammern und verschließ die Tür hinter dir! Verbirg dich für kurze Zeit, bis der Zorn vergangen ist. 21 Denn der Herr verlässt den Ort, wo er ist, um die Erdenbewohner für ihre Schuld zu bestrafen. Dann deckt die Erde das Blut, das sie trank, wieder auf und verbirgt die Ermordeten nicht mehr in sich.
27
1 An jenem Tag bestraft der Herr mit seinem harten, großen, starken Schwert den Leviatan, die schnelle Schlange, den Leviatan, die gewundene Schlange. Den Drachen im Meer wird er töten. 2 An jenem Tag gibt es einen prächtigen Weinberg. Besingt ihn in einem Lied! 3 Ich, der Herr, bin sein Wächter, immer wieder bewässere ich ihn. Damit niemand ihm schadet, bewache ich ihn bei Tag und bei Nacht. 4 Ich habe jetzt keinen Zorn mehr. Fände ich Dornen und Disteln darin, ich würde sie alle bekämpfen, ich würde sie alle zusammen verbrennen, 5 es sei denn, man sucht bei mir Schutz und schließt mit mir Frieden, ja Frieden mit mir. 6 In künftigen Tagen schlägt Jakob wieder Wurzel, Israel blüht und gedeiht und der Erdkreis füllt sich mit Früchten. 7 Hat er sie geschlagen, wie er ihre Schläger schlug? Hat er sie umgebracht, wie er ihre Mörder umgebracht hat? 8 Du hast sie aufgescheucht und verjagt und so gegen sie den Rechtsstreit geführt. Mit einem heftigen Sturm jagte er sie am Tag des Ostwinds davon. 9 Darum sei dadurch Jakobs Schuld wieder gesühnt, darin bestehe die volle Befreiung von seiner Sünde, dass er alle Altarsteine vernichtet, wie man Kalksteine zerschlägt. Nie mehr soll man Kultpfähle und Rauchopferaltäre errichten. 10 Ja, die befestigte Stadt ist einsam geworden, ein entvölkerter Ort, verlassen wie die Steppe. Dort weiden die Rinder und legen sich nieder. Sie fressen die Zweige ab. 11 Wenn dann die Äste verdorren, bricht man sie ab und die Frauen kommen und machen Feuer damit. Es ist ein Volk ohne Einsicht; deshalb hat sein Schöpfer kein Erbarmen mit ihm, er, der es geformt hat, ist ihm nicht gnädig. 12 An jenem Tag wird der Herr Ähren ausklopfen vom Eufrat bis zum Grenzbach Ägyptens; dann, ihr Söhne Israels, liest man euch auf, einen nach dem andern. 13 An jenem Tag wird man das große Widderhorn blasen, dann kommen die Verirrten aus Assur nach Hause und die in Ägypten Verstreuten kehren zurück; sie fallen vor dem Herrn in Jerusalem nieder, auf dem heiligen Berg.
28
1 Weh der stolzen Krone der betrunkenen Efraimiter, ihrem verwelkten Kranz von prächtigen Blumen, auf dem Gipfel über dem fruchtbaren Tal derer, die der Wein überwältigt hat. 2 Seht, der Herr schickt einen gewaltigen Helden: Wie ein Hagelschlag, wie ein verheerender Sturm, wie ein Wolkenbruch mit seinen mächtigen Fluten wirft er alles mit Macht zu Boden. 3 Mit seinen Füßen zertritt er die stolze Krone der betrunkenen Efraimiter. 4 Dann geht es dem verwelkten Kranz von prächtigen Blumen, auf dem Gipfel über dem fruchtbaren Tal, wie einer frühreifen Feige vor der Ernte: Wer sie erblickt, der verschlingt sie, kaum dass er sie in der Hand hat. 5 An jenem Tag wird der Herr der Heere für den Rest seines Volkes zu einer herrlichen Krone und einem prächtigen Kranz; 6 er verleiht dem, der zu Gericht sitzt, den Geist des Rechts und gibt denen Kraft, die den Feind zum Stadttor hinausdrängen. 7 Sogar diese hier schwanken, berauscht vom Wein, und taumeln, betäubt vom Bier. Priester und Propheten schwanken vom Bier, sind überwältigt vom Wein. Sie taumeln vom Bier, sie schwanken bei ihren Visionen, sie torkeln, wenn sie ihr Urteil verkünden. 8 Alle Tische sind voll von Erbrochenem, sind voll von Kot bis auf den letzten Fleck. 9 Wen will der Mann denn Erkenntnis lehren, wem das Gehörte erklären? Kindern, die man eben von der Milch entwöhnte, die man gerade von der Brust nahm? 10 Was soll sein Gestammel, sein Papperlapapp, sein Geschwätz bald hier, sein Geschwätz bald dort? 11 Ja, mit stammelnder Lippe und fremder Zunge redet er künftig zu diesem Volk. 12 Er hatte zu ihnen gesagt: So findet ihr Ruhe; gönnt doch den Müden die Rast, hier ist der Ort der Erholung. Sie aber wollten nicht hören. 13 Darum ergeht das Wort des Herrn an sie in Form von Gestammel, von Papperlapapp, von Geschwätz bald hier und Geschwätz bald dort, damit sie gehen und hintenüberfallen, damit sie sich verfangen und verstricken und schließlich zerschellen. 14 Darum hört das Wort des Herrn, ihr Spötter, ihr Sprüchemacher bei diesem Volk in Jerusalem. 15 Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Wenn die Flut heranbraust, erreicht sie uns nicht; denn wir haben unsere Zuflucht zur Lüge genommen und uns hinter der Täuschung versteckt. 16 Darum - so spricht Gott, der Herr: Seht her, ich lege einen Grundstein in Zion, einen harten und kostbaren Eckstein, ein Fundament, das sicher und fest ist: Wer glaubt, der braucht nicht zu fliehen. 17 Als Senkblei nehme ich das Recht und als Wasserwaage die Gerechtigkeit. Aber der Hagelsturm fegt eure Lügenzuflucht hinweg und das Wasser schwemmt euer Versteck fort; 18 euer Bündnis mit dem Tod ist dann gelöst, euer Vertrag mit der Unterwelt hat keinen Bestand. Wenn die Flut heranbraust, werdet ihr wie zertrampeltes Weideland. 19 Sooft sie heranbraust, reißt sie euch mit. Morgen für Morgen braust sie heran, sie kommt bei Tag und bei Nacht. Dann wird man nur noch mit Entsetzen das Gehörte erklären. 20 Das Bett ist zu kurz, man kann sich nicht ausstrecken, die Decke ist zu schmal, man kann sich nicht einhüllen. 21 Denn der Herr wird sich erheben wie am Berg Perazim, wie im Tal bei Gibeon wird er toben und seine Tat vollbringen, seine seltsame Tat, sein Werk vollenden, sein befremdliches Werk. 22 Darum lasst jetzt euren Spott, sonst werden eure Fesseln noch fester. Denn ich habe es von Gott, dem Herrn der Heere, gehört: Die Vernichtung der ganzen Welt ist beschlossen. 23 Horcht auf, hört meine Stimme, gebt Acht, hört auf mein Wort! 24 Pflügt denn der Bauer jeden Tag, um zu säen, beackert und eggt er denn jeden Tag seine Felder? 25 Nein, wenn er die Äcker geebnet hat, streut er Kümmel und Dill aus, sät Weizen und Gerste und an den Rändern den Dinkel. 26 So unterweist und belehrt ihn sein Gott, damit er es recht macht. 27 Auch fährt man nicht mit dem Dreschschlitten über den Dill und mit den Wagenrädern über den Kümmel, sondern man klopft den Dill mit dem Stock aus und den Kümmel mit Stecken. 28 Zermalmt man etwa das Getreide (beim Dreschen)? Nein, man drischt es nicht endlos, man lässt die Wagenräder und die Hufe der Tiere nicht darüber gehen, bis es zermalmt ist. 29 Auch dies lehrt der Herr der Heere; sein Rat ist wunderbar, er schenkt großen Erfolg.