Woche 5

Bibelleseplan

Mittwoch / Psalmen
 
Psalm
12-14
 
12
1[Für den Chormeister. Nach der Achten. Ein Psalm Davids.] 2Hilf doch, o Herr, die Frommen schwinden dahin, unter den Menschen gibt es keine Treue mehr. 3Sie lügen einander an, einer den andern, mit falscher Zunge und zwiespältigem Herzen reden sie. 4Der Herr vertilge alle falschen Zungen, jede Zunge, die vermessen redet. 5Sie sagen: «Durch unsre Zunge sind wir mächtig; unsre Lippen sind unsre Stärke. Wer ist uns überlegen?» 6Die Schwachen werden unterdrückt, die Armen seufzen. Darum spricht der Herr: «Jetzt stehe ich auf, dem Verachteten bringe ich Heil.» 7Die Worte des Herrn sind lautere Worte, Silber, geschmolzen im Ofen, von Schlacken geschieden, geläutert siebenfach. 8Du, Herr, wirst uns behüten und uns vor diesen Leuten für immer erretten, 9auch wenn die Frevler frei umhergehen und unter den Menschen die Gemeinheit groß wird.
13

1[Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.] 2Wie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Gesicht vor mir? 3Wie lange noch muss ich Schmerzen ertragen in meiner Seele, in meinem Herzen Kummer Tag für Tag? Wie lange noch darf mein Feind über mich triumphieren? 4Blick doch her, erhöre mich, Herr, mein Gott, erleuchte meine Augen, damit ich nicht entschlafe und sterbe, 5damit mein Feind nicht sagen kann: «Ich habe ihn überwältigt», damit meine Gegner nicht jubeln, weil ich ihnen erlegen bin. 6Ich aber baue auf deine Huld, mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken. Singen will ich dem Herrn, weil er mir Gutes getan hat.
14
1[Für den Chormeister. Von David.] Die Toren sagen in ihrem Herzen: «Es gibt keinen Gott.» Sie handeln verwerflich und schnöde; da ist keiner, der Gutes tut. 2Der Herr blickt vom Himmel herab auf die Menschen, ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht. 3Alle sind sie abtrünnig und verdorben, keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger. 4Haben denn all die Übeltäter keine Einsicht? Sie verschlingen mein Volk. Sie essen das Brot des Herrn, doch seinen Namen rufen sie nicht an. 5Es trifft sie Furcht und Schrecken; denn Gott steht auf der Seite der Gerechten. 6Die Pläne der Armen wollt ihr vereiteln, doch ihre Zuflucht ist der Herr. 7Ach, käme doch vom Zion Hilfe für Israel! Wenn einst der Herr das Geschick seines Volkes wendet, dann jubelt Jakob, dann freut sich Israel.