| Woche 6 | Bibelleseplan |
Donnerstag / Dichtung |
Hiob 11-12 |
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| 11 | ||
| Die Größe Gottes 1Da antwortete Zofar von Naama und sprach: 2Soll dieser Wortschwall ohne Antwort bleiben und soll der Maulheld Recht behalten? 3Dein Geschwätz lässt Männer schweigen, du darfst spotten, ohne dass einer dich beschämt. 4Du sagtest: Rein ist meine Lehre und lauter war ich stets in deinen Augen. 5O, dass Gott doch selber spräche, seine Lippen öffnete gegen dich. 6Er würde dich der Weisheit Tiefen lehren, dass sie wie Wunder sind für den klugen Verstand. Wisse, dass Gott dich zur Rechenschaft zieht in deiner Schuld. under: Text korr. - dass Gott dich zur Rechenschaft zieht: Text korr.; H: dass Gott deiner Schuld Vergessen schenkt. 7Die Tiefen Gottes willst du finden, bis zur Vollkommenheit des Allmächtigen vordringen? 8Höher als der Himmel ist sie, was machst du da? Tiefer als die Unterwelt, was kannst du wissen? 9Länger als die Erde ist ihr Maß, breiter ist sie als das Meer. 10Wenn er daherfährt und gefangen nimmt, wenn er zusammentreibt, wer hält ihn ab? 11Denn er kennt die falschen Leute, sieht das Unrecht und nimmt es wahr. 12Kommt denn ein Hohlkopf zur Besinnung, wird ein Wildesel als ein Mensch geboren? 13Wenn du selbst dein Herz in Ordnung bringst und deine Hände zu ihm ausbreitest - 14wenn Unrecht klebt an deiner Hand, entfern es und lass nicht Schlechtigkeit in deinem Zelte wohnen! -, 15dann kannst du makellos deine Augen erheben, fest stehst du da und brauchst dich nicht zu fürchten. 16Dann wirst du auch das Ungemach vergessen, du denkst daran wie an Wasser, das verlief. 17Heller als der Mittag erhebt sich dann dein Leben, die Dunkelheit wird wie der Morgen sein. 18Du fühlst dich sicher, weil noch Hoffnung ist; geborgen bist du, du kannst in Ruhe schlafen. 19Du kannst dich lagern, ohne dass jemand dich schreckt, und viele mühen sich um deine Gunst. 20Doch der Frevler Augen verschmachten, jede Zuflucht schwindet ihnen; ihr Hoffen ist, das Leben auszuhauchen. |
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| 12 | ||
| Das Schweigen Gottes 1Da antwortete Ijob und sprach: 2Wahrhaftig, ihr seid besondere Leute und mit euch stirbt die Weisheit aus. 3Ich habe auch Verstand wie ihr, ich falle nicht ab im Vergleich mit euch. Wer wüsste wohl dergleichen nicht? 4Zum Spott für die eigenen Freunde soll ich sein, ich, der Gott anruft, dass er mich hört, ein Spott der Fromme, der Gerechte. 5Dem Unglück Hohn! So denkt, wer ohne Sorge ist, wer fest sich weiß, wenn Füße wanken. 6In Ruhe sind der Gewaltmenschen Zelte, voll Sicherheit sind sie, die Gott erzürnen, die wähnen, Gott mit ihrer Hand zu greifen. 7Doch frag nur die Tiere, sie lehren es dich, die Vögel des Himmels, sie künden es dir. 8Rede zur Erde, sie wird dich lehren, die Fische des Meeres erzählen es dir. 9Wer wüsste nicht bei alledem, dass die Hand des Herrn dies gemacht hat? 10In seiner Hand ruht die Seele allen Lebens und jeden Menschenleibes Geist. 11Darf nicht das Ohr die Worte prüfen, wie mit dem Gaumen man die Speisen schmeckt? 12Findet sich bei Greisen wirklich Weisheit und ist langes Leben schon Einsicht? 13Bei ihm allein ist Weisheit und Heldenkraft, bei ihm sind Rat und Einsicht. 14Wenn er einreißt, baut keiner wieder auf; wen er einschließt, dem wird nicht mehr geöffnet. 15Wenn er die Wasser dämmt, versiegen sie, lässt er sie frei, zerwühlen sie das Land. 16Bei ihm ist Macht und Klugheit, sein ist, wer irrt und wer irreführt. 17Er lässt Ratsherren barfuß gehen, Richter macht er zu Toren. 18Fesseln von Königen löst er auf und bindet einen Gurt um ihre Hüften. 19Er lässt Priester barfuß gehen, alte Geschlechter bringt er zu Fall. 20Das Wort entzieht er den Bewährten, den Ältesten nimmt er die Urteilskraft. 21Verachtung gießt er auf die Edlen, den Starken lockert er den Gurt. 22Verborgenes enthüllt er aus dem Dunkel, Finsternis führt er ans Licht. 23Völker lässt er wachsen und tilgt sie aus; er breitet Völker aus und rafft sie dann hinweg. 24Den Häuptern des Landes nimmt er den Verstand, lässt sie irren in wegloser Wüste. 25Sie tappen umher im Dunkel ohne Licht, er lässt sie irren wie Trunkene. |
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