Woche 6

Bibelleseplan

Freitag / Prophetie
 
Jesaja
29-33
 
29

1 Weh dir, Ariël, Ariël, du Stadt, die David einst belagert hat! Fügt nur Jahr an Jahr, feiert nur Fest auf Fest! 2 Ich greife Ariël an, sodass man jammert und stöhnt. Du wirst für mich wie ein Opferherd sein. 3 Ringsum werde ich dich belagern, ich ziehe Gräben um dich herum und schütte Wälle gegen dich auf. 4 Dann wirst du am Boden liegen und winseln, deine Worte dringen dumpf aus dem Staub. Wie wenn aus der Erde ein Totengeist spricht, so tönt deine Stimme; deine Worte sind nur noch ein Geflüster im Staub. 5 Doch wie feiner Staub wird der Haufen der Belagerer sein, wie dahinfliegende Spreu die Schar der Unterdrücker. Dann geschieht es plötzlich, ganz plötzlich: 6 Vom Herrn der Heere wirst du mit Donner und Getöse und mit lautem Dröhnen heimgesucht, mit Wind und Wirbelsturm und mit Flammen verzehrenden Feuers. 7 Dann wird es dem Haufen all der Völker, die gegen Ariël kämpfen, all denen, die es umzingeln, belagern und bestürmen, gehen wie in einem Traum, einer nächtlichen Vision: 8 Wie wenn ein Hungriger träumt, dass er isst, dann aber aufwacht und immer noch hungrig ist, und wie wenn ein Durstiger träumt, dass er trinkt, dann aber aufwacht und immer noch matt ist und Durst hat, so wird es dem Haufen all der Völker gehen, die gegen den Berg Zion in den Krieg ziehen. 9 Starrt einander an und erstarrt, seid verblendet und blind! Seid berauscht, doch nicht vom Wein, taumelt, doch nicht vom Bier! 10 Denn der Herr hat über euch einen Geist der Ohnmacht gebracht; er hat eure Augen [die Propheten] verschlossen und euren Kopf [die Seher] verhüllt. 11 So wurde für euch jede Offenbarung wie die Worte in einem versiegelten Buch: Wenn man es einem Menschen gibt, der lesen kann, und zu ihm sagt: Lies es mir vor!, dann antwortet er: Ich kann es nicht lesen, denn es ist versiegelt. 12 Und wenn man das Buch einem Mann gibt, der nicht lesen kann, und zu ihm sagt: Lies es mir vor!, dann antwortet er: Ich kann nicht lesen. 13 Der Herr sagte: Weil dieses Volk sich mir nur mit Worten nähert und mich bloß mit den Lippen ehrt, sein Herz aber fern hält von mir, weil seine Furcht vor mir nur auf einem angelernten menschlichen Gebot beruht, 14 darum will auch ich in Zukunft an diesem Volk seltsam handeln, so seltsam, wie es niemand erwartet. Dann wird die Weisheit seiner Weisen vergehen und die Klugheit seiner Klugen verschwinden. 15 Weh denen, die ihre geheimen Pläne vor dem Herrn verbergen, damit im Dunkel bleibt, was sie tun. Sie sagen: Wer sieht uns schon und wer kennt uns? 16 Weh euch, die ihr alles verdreht. Ist denn der Ton so viel wie der Töpfer? Sagt denn das Werk von dem, der es herstellt: Er hat mich nicht gemacht? Oder sagt der Topf von dem Töpfer: Er versteht nichts? 17 Nur noch kurze Zeit, dann verwandelt sich der Libanon in einen Garten und der Garten wird zu einem Wald. 18 An jenem Tag hören alle, die taub sind, sogar Worte, die nur geschrieben sind, und die Augen der Blinden sehen selbst im Dunkeln und Finstern. 19 Die Erniedrigten freuen sich wieder über den Herrn und die Armen jubeln über den Heiligen Israels. 20 Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da, der Schurke ist erledigt, ausgerottet sind alle, die Böses tun wollen, 21 die andere als Verbrecher verleumden, die dem Richter, der am Tor sitzt, Fallen stellen und den Unschuldigen um sein Recht bringen mit haltlosen Gründen. 22 Darum - so spricht der Herr zum Haus Jakob, der Herr, der Abraham losgekauft hat: Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. 23 Wenn das Volk sieht, was meine Hände in seiner Mitte vollbringen, wird es meinen Namen heilig halten. Es wird den Heiligen Jakobs als heilig verehren und erschrecken vor Israels Gott. 24 Dann kommen die Verwirrten zur Einsicht und wer aufsässig war, lässt sich belehren.
30
1 Weh den trotzigen Söhnen - Spruch des Herrn -, die einen Plan ausführen, der nicht von mir ist, und ein Bündnis schließen, das nicht nach meinem Sinn ist; sie häufen Sünde auf Sünde. 2 Sie machen sich auf den Weg nach Ägypten, ohne meinen Mund zu befragen. Sie suchen beim Pharao Zuflucht und Schutz und flüchten in den Schatten Ägyptens. 3 Doch der Schutz des Pharao bringt euch nur Schande, die Flucht in den Schatten Ägyptens bringt euch nur Schmach. 4 Wenn auch Israels Fürsten nach Zoan gingen und seine Boten nach Hanes: 5 Sie werden doch alle enttäuscht von dem Volk, das nichts nützt, das niemand Nutzen und Hilfe verschafft, sondern nur Schande und Schmach bringt. 6 Ausspruch über die Tiere des Negeb: Durch ein Land der Ängste und Nöte, der jungen Löwen, der knurrenden Löwen, der Nattern und fliegenden Schlangen bringen sie ihren Reichtum auf dem Rücken der Esel, ihre Schätze auf dem Höcker der Kamele zu dem Volk, das nichts nützt. 7 Nichtig und nutzlos ist die Hilfe Ägyptens; darum nenne ich es: die untätige Rahab. 8 Nun geh, schreib es vor ihren Augen auf eine Tafel, ritz es als Inschrift ein, damit es für künftige Zeiten auf immer bezeugt ist: 9 Sie sind ein trotziges Volk, missratene Söhne, Söhne, die auf die Weisung des Herrn nicht hören. 10 Sie sagen zu den Sehern: Seht nichts!, und zu den Propheten: Erschaut für uns ja nicht, was wahr ist, sondern sagt, was uns schmeichelt, erschaut für uns das, was uns täuscht. 11 Weicht nur ab vom rechten Weg, verlasst den richtigen Pfad, lasst uns in Ruhe mit dem Heiligen Israels! 12 Darum - so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dieses Wort missachtet, weil ihr auf Ränke vertraut und euch auf das Falsche verlasst, 13 darum wird eure Schuld für euch sein wie ein herabfallendes Bruchstück von einer hoch aufragenden Mauer, die dann plötzlich, urplötzlich einstürzt. 14 Sie zerbricht wie der Krug eines Töpfers, den man ohne Erbarmen zerschlägt, sodass sich unter all den Stücken keine Scherbe mehr findet, mit der man Feuer vom Herd holen kann oder Wasser schöpfen aus der Zisterne. 15 Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft. Doch ihr habt nicht gewollt, 16 sondern gesagt: Nein, auf Rossen wollen wir dahinfliegen. Darum sollt ihr jetzt fliehen. Ihr habt gesagt: Auf Rennpferden wollen wir reiten. Darum rennen die Verfolger euch nach. 17 Tausende werden zittern, wenn ein Einziger droht, wenn nur fünf euch drohen, ergreift ihr alle die Flucht, bis das, was von euch übrig ist, aussieht, wie ein Fahnenmast auf dem Gipfel eines Berges, wie ein Feldzeichen auf dem Hügel. 18 Darum wartet der Herr darauf, euch seine Gnade zu zeigen, darum erhebt er sich, um euch sein Erbarmen zu schenken. Denn der Herr ist ein Gott des Rechtes; wohl denen, die auf ihn warten. 19 Ja, du Volk auf dem Berg Zion, das in Jerusalem wohnt, du brauchst jetzt nicht mehr zu weinen. Der Herr ist dir gnädig, wenn du um Hilfe schreist; er wird dir antworten, sobald er dich hört. 20 Auch wenn dir der Herr bisher nur wenig Brot und nicht genug Wasser gab, so wird er, dein Lehrer, sich nicht mehr verbergen. Deine Augen werden deinen Lehrer sehen, 21 deine Ohren werden es hören, wenn er dir nachruft: Hier ist der Weg, auf ihm müsst ihr gehen, auch wenn ihr selbst rechts oder links gehen wolltet. 22 Dann wirst du deine Götzen aus Silber und deine Götterbilder aus Gold entweihen. Wie Abfall wirfst du sie weg und sagst: Hinaus mit euch! 23 Dann spendet er Regen für die Saat, die du auf den Acker gesät hast. Das Korn, das auf dem Acker heranreift, wird üppig und fett sein. Auf weiten Wiesen weidet dein Vieh an jenem Tag. 24 Die Rinder und Esel, die dir bei der Feldarbeit helfen, bekommen würziges Futter zu fressen, das man mit Schaufel und Gabel gemischt hat. 25 Auf allen hohen Bergen und stattlichen Hügeln gibt es Bäche voll Wasser am Tag des großen Mordens, wenn die Türme einstürzen. 26 Zu der Zeit, wenn der Herr die Leiden seines Volkes heilt und seine Wunden verbindet, wird das Licht des Mondes so hell sein wie das Licht der Sonne und das Licht der Sonne wird siebenmal so stark sein wie das Licht von sieben Tagen. 27 Seht her, der Herr [sein Name] kommt aus der Ferne. Sein Zorn ist entflammt, gewaltig drohend, zieht er heran. Seine Lippen sind voll grollendem Zorn, seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuer, 28 sein Atem wie ein reißender Bach, der bis an den Hals reicht. Er spannt die Völker ins Joch und legt den Nationen den Zaum an, um sie in die Irre und ins Unheil zu führen. 29 Dann singt ihr Lieder wie in der Nacht, in der man sich heiligt für das Fest. Ihr freut euch von Herzen wie die Pilger, die unter dem Klang ihrer Flöten zum Berg des Herrn, zu Israels Felsen, hinaufziehen. 30 Der Herr lässt seine mächtige Stimme erschallen und man sieht, wie sein Arm herabzuckt mit zornigem Grollen und verzehrendem Feuer, mit Sturm, Gewitter und Hagel. 31 Vor der Stimme des Herrn wird Assur erschrecken, wenn er zuschlägt mit seinem Stock, 32 jedes Mal, wenn die Zuchtrute auf Assur herabsaust, mit der der Herr auf es einschlägt. Unter dem Klang von Pauken und Zithern und bei schwungvollem Reigentanz kämpft er gegen Assur. 33 Ja, schon längst ist eine Feuerstelle bereitet, auch für den König ist sie bestimmt; tief ist sie und weit; ein Holzstoß ist da, Feuer und Brennholz in Menge, der Atem des Herrn brennt darin wie ein Schwefelstrom.
31
1 Weh denen, die nach Ägypten ziehen, um Hilfe zu finden, und sich auf Pferde verlassen, die auf die Menge ihrer Wagen vertrauen und auf ihre zahlreichen Reiter. Doch auf den Heiligen Israels blicken sie nicht und fragen nicht nach dem Herrn. 2 Aber auch er ist klug; er führt das Unheil herbei; er nimmt sein Wort nicht zurück. Er erhebt sich gegen dieses Haus von Verbrechern und gegen die Helfer derer, die Böses tun. 3 Auch der Ägypter ist nur ein Mensch und kein Gott, seine Pferde sind nur Fleisch, nicht Geist. Streckt der Herr seine Hand aus, dann kommt der Beschützer zu Fall und ebenso fällt auch sein Schützling; sie gehen alle beide zugrunde. 4 So hat der Herr zu mir gesagt: Wie der Löwe über seiner Beute knurrt, der junge Löwe, gegen den man alle Hirten zusammenruft, wie er vor ihrem Geschrei nicht erschrickt und sich bei ihrem Lärm nicht duckt, so ist der Herr der Heere, wenn er herabsteigt, um auf dem Gipfel des Berges Zion, auf seiner Anhöhe, zu kämpfen. 5 Wie ein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln wird der Herr der Heere Jerusalem schützen, es beschirmen und befreien, verschonen und retten. 6 Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt. 7 An jenem Tag verachtet ihr all die silbernen und goldenen Götzen, die ihr mit euren schuldbefleckten Händen gemacht habt. 8 Assur wird fallen durch das Schwert, doch nicht durch das eines Mannes; das Schwert wird es vernichten, doch nicht das eines Menschen. Es wird vor dem Schwert die Flucht ergreifen, seine jungen Männer werden zur Fron gezwungen. 9 Seine starken Helden vergehen vor Grauen, seine Fürsten lassen die Feldzeichen im Stich - Spruch des Herrn, der in Zion einen Feuerherd hat, in Jerusalem einen glühenden Ofen.
32

1 Seht: Ein König wird kommen, der gerecht regiert, und Fürsten, die herrschen, wie es recht ist. 2 Jeder von ihnen wird wie ein Zufluchtsort vor dem Sturm sein, wie ein schützendes Dach beim Gewitter, wie Wassergräben an einem dürren Ort, wie der Schatten eines mächtigen Felsens im trockenen Land. 3 Dann sind die Augen der Sehenden nicht mehr verklebt, die Ohren der Hörenden hören wieder zu. 4 Das Herz der Unbesonnenen gewinnt Erkenntnis und Einsicht, die Zunge der Stammelnden redet wieder deutlich und klar. 5 Der Dummkopf wird nicht mehr edel genannt und der Schurke wird nicht mehr für vornehm gehalten. 6 Denn der Dummkopf redet nur Unsinn und er hat nur Unheil im Sinn, er handelt ruchlos und redet lästerlich über den Herrn. Er lässt den Hungrigen darben, den Durstigen lässt er nicht trinken. 7 Die Waffen des Schurken bringen Unglück, er plant nur Verbrechen, um die Schwachen durch trügerische Worte ins Verderben zu stürzen, selbst wenn der Arme beweist, dass er im Recht ist. 8 Der Edle aber plant nur Edles und tritt für das Edle ein. 9 Ihr sorglosen Frauen, hört meine Stimme, ihr selbstsicheren Töchter, hört auf mein Wort! 10 Über Jahr und Tag werdet ihr zittern, auch wenn ihr jetzt so selbstsicher seid; denn die Weinernte ist vernichtet, es gibt keine Obsternte mehr. 11 Zittert, ihr Sorglosen, erschreckt, ihr selbstsicheren Frauen, zieht euch aus, entkleidet euch und legt das Trauerkleid an! 12 Schlagt euch an die Brust und klagt um die prächtigen Felder, die fruchtbaren Reben, 13 um die Äcker meines Volkes, auf denen nur Dornen und Disteln wachsen, um all die Häuser voll Jubel, um die fröhliche Stadt. 14 Denn die Paläste sind verlassen, der Lärm der Stadt ist verstummt. Der Hügel der Burg mit dem Wachtturm ist für immer verödet; dort tummeln sich die Wildesel, dort weiden die Herden. 15 Wenn aber der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird, dann wird die Wüste zum Garten und der Garten wird zu einem Wald. 16 In der Wüste wohnt das Recht, die Gerechtigkeit weilt in den Gärten. 17 Das Werk der Gerechtigkeit wird der Friede sein, der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer. 18 Mein Volk wird an einer Stätte des Friedens wohnen, in sicheren Wohnungen, an stillen und ruhigen Plätzen. 19 Aber der Wald stürzt in jähem Sturz, die Stadt versinkt in der Tiefe. 20 Wohl euch! Ihr könnt an allen Gewässern säen und eure Rinder und Esel frei laufen lassen.
33
1 Weh dir, der du immer zerstörst und selbst nie zerstört worden bist. Weh dir, du Empörer, gegen den sich noch niemand empört hat. Denn wenn du alles zerstört hast, wirst du selbst zerstört. Wenn du das Ziel deiner Empörung erreicht hast, wirst du selbst zum Ziel einer Empörung. 2 Herr, hab mit uns Erbarmen; denn wir hoffen auf dich. Sei uns ein helfender Arm an jedem Morgen, sei in der Not unsere Rettung! 3 Vor dem lauten Getöse fliehen die Nationen; wenn du dich erhebst, flüchten die Völker nach allen Seiten. 4 Man rafft Beute zusammen, so wie die Heuschrecken alles erraffen; wie die Grashüpfer springen, so springt man und raubt. 5 Der Herr ist erhaben, er wohnt in der Höhe; er wird Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllen. 6 Es wird sichere Zeiten erleben. Weisheit und Erkenntnis sind der Reichtum, der es rettet; sein Schatz ist die Furcht vor dem Herrn. 7 Hört: Draußen schreien die Krieger (vor Angst), bitterlich weinen die Boten des Friedens. 8 Die Wege sind verödet, die Straßen sind leer. Den Vertrag hat man gebrochen, man verachtet die Zeugen (des Bundes) und schätzt die Menschen gering. 9 Das Land welkt in Trauer dahin, der Libanon ist beschämt, seine Bäume verdorren. Die Scharon-Ebene ist zur Steppe geworden, entlaubt sind Baschan und Karmel. 10 Jetzt stehe ich auf, spricht der Herr, jetzt erhebe ich mich, jetzt richte ich mich auf. 11 Ihr seid schwanger mit Heu und bringt Stroh zur Welt. Mein Atem ist wie ein Feuer, das euch verzehrt. 12 Die Völker werden zu Kalk verbrannt. Sie lodern wie abgehauene Dornen im Feuer. 13 Ihr in der Ferne, hört, was ich tue; ihr in der Nähe, erkennt meine Kraft! 14 Die Sünder in Zion beginnen zu zittern, ein Schauder erfasst die ruchlosen Menschen. Wer von uns hält es aus neben dem verzehrenden Feuer, wer von uns hält es aus neben der ewigen Glut? 15 Wer rechtschaffen lebt und immer die Wahrheit sagt, wer es ablehnt, Gewinn zu erpressen, wer sich weigert, Bestechungsgelder zu nehmen, wer sein Ohr verstopft, um keinen Mordplan zu hören, und die Augen schließt, um nichts Böses zu sehen: 16 der wird auf den Bergen wohnen, Felsenburgen sind seine Zuflucht; man reicht ihm sein Brot und seine Wasserquelle versiegt nicht. 17 Deine Augen werden den König in seiner Schönheit erblicken, sie sehen ein weites Land. 18 Dein Herz denkt an die (früheren) Schrecken zurück: Wo ist der, der damals zählte, wo ist der, der abwog? Wo ist der, der die Türme gezählt hat? 19 Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit der dunklen, unverständlichen Sprache, mit den gestammelten, sinnlosen Worten. 20 Schau auf Zion, die Stadt unserer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, den Ort der Ruhe, das Zelt, das man nicht abbricht, dessen Pflöcke man niemals mehr ausreißt, dessen Stricke nie mehr zerreißen. 21 Ja, dort wird der Herr unser mächtiger Gott sein. Es ist ein Ort mit breiten Flüssen und Strömen. Keine Ruderboote fahren auf ihnen; kein Prunkschiff segelt darauf, 22 Ja, der Herr ist unser Richter, der Herr gibt uns Gesetze; der Herr ist unser König, er wird uns retten. 23 Dann verteilen die Blinden große Beute untereinander, die Lahmen machen einen ergiebigen Raubzug. 24 Kein Mensch in der Stadt wird mehr sagen: Ich bin krank. Dem Volk, das in Zion wohnt, ist seine Schuld vergeben.