Woche 6

Bibelleseplan

Mittwoch / Psalmen
 
Psalm
15-17
 
15
1[Ein Psalm Davids.] Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? 2Der makellos lebt und das Rechte tut; der von Herzen die Wahrheit sagt 3und mit seiner Zunge nicht verleumdet; der seinem Freund nichts Böses antut und seinen Nächsten nicht schmäht; 4der den Verworfenen verachtet, doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält; der sein Versprechen nicht ändert, das er seinem Nächsten geschworen hat; 5der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt. Wer sich danach richtet, der wird niemals wanken.
16
1[Ein Lied Davids.] Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. 2Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; mein ganzes Glück bist du allein.» 3An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, an ihnen nur hab ich mein Gefallen. 4Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. Ich will ihnen nicht opfern, ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen. 5Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; du hältst mein Los in deinen Händen. 6Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. Ja, mein Erbe gefällt mir gut. 7Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht. 8Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht. 9Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit. 10Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen. 11Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.
17
1[Ein Gebet Davids.] Höre, Herr, die gerechte Sache, achte auf mein Flehen, vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch! 2Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; denn deine Augen sehen, was recht ist. 3Prüfst du mein Herz, suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, dann findest du an mir kein Unrecht. Mein Mund verging sich nicht, 4trotz allem, was die Menschen auch treiben; ich halte mich an das Wort deiner Lippen. 5Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden. 6Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede! 7Wunderbar erweise deine Huld! Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen. 8Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, birg mich im Schatten deiner Flügel 9vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, vor den Feinden, die mich wütend umringen. 10Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, sie führen stolze Worte im Mund, 11sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken, 12so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert. 13Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm! 14Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, vor denen, die im Leben schon alles haben. Du füllst ihren Leib mit Gütern, auch ihre Söhne werden noch satt und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt. 15Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.