| Woche 6 | Bibelleseplan |
Montag / Das Gesetz |
1.Mose 20-23 |
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| 20 | ||
| 1Abraham brach von dort auf und zog in den
Negeb. Er ließ sich zwischen Kadesch und Schur nieder und hielt sich
in Gerar als Fremder auf. 2Abraham behauptete von Sara, seiner Frau: Sie
ist meine Schwester. Da schickte Abimelech, der König von Gerar, hin
und ließ Sara holen. 3Nachts kam Gott zu Abimelech und sprach zu ihm
im Traum: Du musst sterben wegen der Frau, die du dir genommen hast; sie
ist verheiratet. 4Abimelech aber war ihr noch nicht nahe gekommen. Mein
Herr, sagte er, willst du denn auch unschuldige Leute umbringen? 5Hat er
mir nicht gesagt, sie sei seine Schwester? Auch sie selbst hat behauptet,
er sei ihr Bruder. Mit arglosem Herzen und mit reinen Händen habe ich
das getan. 6Da sprach Gott zu ihm im Traum: Auch ich weiß, dass du
es mit arglosem Herzen getan hast. Ich habe dich ja auch daran gehindert,
dich gegen mich zu verfehlen. Darum habe ich nicht zugelassen, dass du sie
anrührst. 7Jetzt aber gib die Frau dem Mann zurück; denn er ist
ein Prophet. Er wird für dich eintreten, dass du am Leben bleibst.
Gibst du sie aber nicht zurück, dann sollst du wissen: Du musst sterben,
du und alles, was dir gehört. 8Am Morgen stand Abimelech auf, ließ
alle seine Untergebenen rufen und erzählte ihnen alles, was vorgefallen
war. Da gerieten die Männer in große Furcht. 9Nun ließ
Abimelech Abraham rufen und stellte ihn zur Rede: Was hast du uns angetan?
Womit habe ich denn gegen dich gefehlt, dass du über mich und mein
Reich eine so große Sünde bringst? Du hast mir etwas angetan,
was man nicht tun darf. 10Und Abimelech fragte Abraham: Was hattest du vor,
als du das tatest? 11Abraham entgegnete: Ich sagte mir: Vielleicht gibt
es keine Gottesfurcht an diesem Ort und man wird mich wegen meiner Frau
umbringen. 12Übrigens ist sie wirklich meine Schwester, eine Tochter
meines Vaters, nur nicht eine Tochter meiner Mutter; so konnte sie meine
Frau werden. 13Als mich aber Gott aus dem Haus meines Vaters ins Ungewisse
ziehen hieß, schlug ich ihr vor: Tu mir den Gefallen und sag von mir
überall, wohin wir kommen: Er ist mein Bruder. 14Darauf nahm Abimelech
Schafe, Ziegen und Rinder, Knechte und Mägde und schenkte sie Abraham.
Auch gab er ihm seine Frau Sara zurück; 15dabei sagte Abimelech: Hier,
mein Land steht dir offen. Wo es dir beliebt, da lass dich nieder! 16Zu
Sara aber sagte er: Da, ich gebe deinem Bruder tausend Silberstücke.
Das soll allen Leuten in deiner Umgebung die Augen zudecken und vor allen
erfährst du Genugtuung. 17Abraham trat für ihn bei Gott ein; da
heilte Gott Abimelech, auch seine Frau und seine Dienerinnen, sodass sie
wieder gebären konnten. 18Denn der Herr hatte im Haus Abimelech jeden
Mutterschoß verschlossen wegen Sara, der Frau Abrahams. |
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| 21 | ||
| 1Der Herr nahm sich Saras an, wie er gesagt
hatte, und er tat Sara so, wie er versprochen hatte. 2Sara wurde schwanger
und gebar dem Abraham noch in seinem Alter einen Sohn zu der Zeit, die Gott
angegeben hatte. 3Abraham nannte den Sohn, den ihm Sara gebar, Isaak. 4Als
sein Sohn Isaak acht Tage alt war, beschnitt ihn Abraham, wie Gott ihm befohlen
hatte. 5Abraham war hundert Jahre alt, als sein Sohn Isaak zur Welt kam.
6Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen; jeder, der davon hört,
wird mit mir lachen. ieder Wortspiel mit der Bedeutung des Namens Isaak
(vgl. 17,17 und 18,12-15). 7Wer, sagte sie, hätte Abraham zu sagen
gewagt, Sara werde noch Kinder stillen? Und nun habe ich ihm noch in seinem
Alter einen Sohn geboren. 8Das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt.
Als Isaak entwöhnt wurde, veranstaltete Abraham ein großes Festmahl.
9Eines Tages beobachtete Sara, wie der Sohn, den die Ägypterin Hagar
Abraham geboren hatte, umhertollte. 10Da sagte sie zu Abraham: Verstoß
diese Magd und ihren Sohn! Denn der Sohn dieser Magd soll nicht zusammen
mit meinem Sohn Isaak Erbe sein. 11Dieses Wort verdross Abraham sehr, denn
es ging doch um seinen Sohn. 12Gott sprach aber zu Abraham: Sei wegen des
Knaben und deiner Magd nicht verdrossen! Hör auf alles, was dir Sara
sagt! Denn nach Isaak sollen deine Nachkommen benannt werden. 13Aber auch
den Sohn der Magd will ich zu einem großen Volk machen, weil auch
er dein Nachkomme ist. 14Am Morgen stand Abraham auf, nahm Brot und einen
Schlauch mit Wasser, übergab beides Hagar, legte es ihr auf die Schulter,
übergab ihr das Kind und entließ sie. Sie zog fort und irrte
in der Wüste von Beerscheba umher. 15Als das Wasser im Schlauch zu
Ende war, warf sie das Kind unter einen Strauch, 16ging weg und setzte sich
in der Nähe hin, etwa einen Bogenschuss weit entfernt; denn sie sagte:
Ich kann nicht mit ansehen, wie das Kind stirbt. Sie saß in der Nähe
und weinte laut. 17Gott hörte den Knaben schreien; da rief der Engel
Gottes vom Himmel her Hagar zu und sprach: Was hast du, Hagar? Fürchte
dich nicht, Gott hat den Knaben dort schreien gehört, wo er liegt.
18Steh auf, nimm den Knaben und halt ihn fest an deiner Hand; denn zu einem
großen Volk will ich ihn machen. 19Gott öffnete ihr die Augen
und sie erblickte einen Brunnen. Sie ging hin, füllte den Schlauch
mit Wasser und gab dem Knaben zu trinken. 20Gott war mit dem Knaben. Er
wuchs heran, ließ sich in der Wüste nieder und wurde ein Bogenschütze.
21Er ließ sich in der Wüste Paran nieder und seine Mutter nahm
ihm eine Frau aus Ägypten.
Der Vertrag Abrahams mit Abimelech |
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| 22 | ||
| 1Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham
auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 2Gott
sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in
das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne,
als Brandopfer dar. 3Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen
Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz
zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte.
4Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem. 5Da sagte
Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem
Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück. 6Abraham
nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf.
Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.
7Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete:
Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das
Lamm für das Brandopfer? 8Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm
aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. 9Als sie an den
Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete
das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben
auf das Holz. 10Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer,
um seinen Sohn zu schlachten. 11Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel
her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 12Jener sprach: Streck
deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt
weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen
Sohn nicht vorenthalten. 13Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte
sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham
ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer
dar. 14Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire (Der Herr sieht), wie man noch
heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen. 15Der Engel des
Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu 16und sprach: Ich habe
bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen
einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, 17will ich dir Segen schenken
in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel
und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde
einnehmen. 18Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der
Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. 19Darauf kehrte Abraham
zu seinen Jungknechten zurück. Sie machten sich auf und gingen miteinander
nach Beerscheba. Abraham blieb in Beerscheba wohnen.
Abrahams Verwandtschaft |
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| 23 | ||
| Saras Tod und Grabstätte 1Die Lebenszeit Saras betrug hundertsiebenundzwanzig Jahre; so lange lebte Sara. 2Sie starb in Kirjat-Arba, das jetzt Hebron heißt, in Kanaan. Abraham kam, um die Totenklage über sie zu halten und sie zu beweinen. 3Danach stand Abraham auf, ging von seiner Toten weg und redete mit den Hetitern. Er sagte: 4Fremder und Halbbürger bin ich unter euch. Gebt mir ein Grab bei euch als Eigentum, damit ich meine Tote hinausbringen und begraben kann. 5Die Hetiter antworteten Abraham: 6Hör uns an, Herr! Du bist ein Gottesfürst in unserer Mitte. In der vornehmsten unserer Grabstätten darfst du deine Tote begraben. Keiner von uns wird dir seine Grabstätte versagen und deiner Toten das Begräbnis verweigern. 7Abraham aber stand auf, verneigte sich tief vor den Bürgern des Landes, den Hetitern, 8verhandelte mit ihnen und sagte: Wenn ihr damit einverstanden seid, dass ich meine Tote hinausbringe und begrabe, dann hört mich an und setzt euch für mich ein bei Efron, dem Sohn Zohars! 9Er soll mir die Höhle von Machpela überlassen, die ihm gehört, am Rand seines Grundstücks. Zum vollen Geldwert soll er sie mir überlassen als eigene Grabstätte mitten unter euch. 10Efron saß unter den Hetitern. Der Hetiter Efron antwortete Abraham, sodass es die Hetiter, alle, die zum Tor seiner Stadt Zutritt hatten, hören konnten: 11Nein, Herr, hör mich an: Das Grundstück überlasse ich dir und die Höhle darauf überlasse ich dir; in Gegenwart der Söhne meines Volkes überlasse ich sie dir. Begrab deine Tote! 12Da verneigte sich Abraham tief in Gegenwart der Bürger des Landes 13und sagte zu Efron, sodass es die Bürger des Landes hören konnten: Hör mich doch, bitte, an: Ich zahle das Geld für das Grundstück. Nimm es von mir an, damit ich dort meine Tote begrabe. 14Efron antwortete Abraham: 15Herr, hör mich an! Land im Wert von vierhundert Silberstücken, was bedeutet das schon unter uns? Begrab nur deine Tote! 16Abraham hörte auf Efron und wog ihm den Geldbetrag ab, den er in Gegenwart der Hetiter genannt hatte, vierhundert Silberstücke zum üblichen Handelswert. 17So ging das Grundstück Efrons in Machpela bei Mamre, das Feld mit der Höhle darauf und mit allen Bäumen auf dem Grundstück in seiner ganzen Ausdehnung ringsum, 18in den Besitz Abrahams über, in Gegenwart der Hetiter, aller, die zum Tor seiner Stadt Zutritt hatten. 19Dann begrub Abraham seine Frau Sara in der Höhle des Grundstücks von Machpela bei Mamre, das jetzt Hebron heißt, in Kanaan. 20Das Grundstück samt der Höhle darauf war also von den Hetitern als Grabstätte in den Besitz Abrahams übergegangen. |
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