| Woche 7 | Bibelleseplan |
Samstag |
Matth.17-19 |
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| 17 | ||
1 Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. 3 Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. 4 Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. 5 Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. 6 Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. 7 Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! 8 Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. 9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist. 10 Da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? 11 Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen. 12 Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. 13 Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach. 14 Als sie zurückkamen, begegneten sie einer großen Zahl von Menschen. Da trat ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie 15 und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. 16 Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. 17 Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! 18 Dann drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verließ den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt. 19 Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? 20 Er antwortete: Weil euer Glaube so klein ist. Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein. 21 [] 22 Als sie in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden, 23 und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig. 24 Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? 25 Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten? 26 Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei. 27 Damit wir aber bei niemand Anstoß erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich. |
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| 18 | ||
| 1 In jener Stunde kamen die Jünger zu
Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte? 2 Da rief
er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte 3 und sagte: Amen, das sage
ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr
nicht in das Himmelreich kommen. 4 Wer so klein sein kann wie dieses Kind,
der ist im Himmelreich der Größte. 5 Und wer ein solches Kind
um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. 6 Wer einen von diesen Kleinen,
die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre
es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt
würde. 7 Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung
geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet. 8 Wenn dich deine Hand
oder dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf
sie weg! Es ist besser für dich, verstümmelt oder lahm in das
Leben zu gelangen, als mit zwei Händen und zwei Füßen in
das ewige Feuer geworfen zu werden. 9 Und wenn dich dein Auge zum Bösen
verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für
dich, einäugig in das Leben zu gelangen, als mit zwei Augen in das
Feuer der Hölle geworfen zu werden. 10 Hütet euch davor, einen
von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel
sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters. 11 [] 12 Was meint
ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt
er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das
verirrte? 13 Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich
über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht
verirrt haben. 14 So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer
von diesen Kleinen verloren geht. 15 Wenn dein Bruder sündigt, dann
geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich,
so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. 16 Hört er aber nicht
auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss
durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. 17 Hört
er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch
auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein
Zöllner. 18 Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet,
das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen
werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. 19 Weiter sage ich euch:
Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem
himmlischen Vater erhalten. 20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt
sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Von der Pflicht zur Vergebung |
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| 19 | ||
| 1 Als Jesus diese Reden beendet hatte, verließ
er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.
2 Viele Menschen folgten ihm dorthin und er heilte sie. 3 Da kamen Pharisäer
zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine
Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? 4 Er antwortete:
Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als
Mann und Frau geschaffen hat 5 und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann
Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden
ein Fleisch sein? 6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber
Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. 7 Da sagten sie zu
ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man (der Frau) eine Scheidungsurkunde
geben muss, wenn man sich trennen will? 8 Er antwortete: Nur weil ihr so
hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen.
Am Anfang war das nicht so. 9 Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt,
obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht
Ehebruch. 10 Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des
Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. 11 Jesus sagte
zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die,
denen es gegeben ist. 12 Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe
unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben
sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen
kann, der erfasse es. 13 Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die
Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen
die Leute schroff ab. 14 Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen;
hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.
15 Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter. 16 Es kam ein
Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige
Leben zu gewinnen? 17 Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten?
Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst,
halte die Gebote! 18 Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du
sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht
stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; 19 ehre Vater und Mutter! Und:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! 20 Der junge Mann
erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch?
21 Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen
Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im
Himmel haben; dann komm und folge mir nach. 22 Als der junge Mann das hörte,
ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. 23 Da
sagte Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher
wird nur schwer in das Himmelreich kommen. 24 Nochmals sage ich euch: Eher
geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich
Gottes gelangt. 25 Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr
und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? 26 Jesus sah sie an und
sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott
aber ist alles möglich. 27 Da antwortete Petrus: Du weißt, wir
haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür
bekommen? 28 Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu
geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit
setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen
sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der
um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater,
Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache
erhalten und das ewige Leben gewinnen. 30 Viele aber, die jetzt die Ersten
sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein. |
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