| Woche 8 | Bibelleseplan |
Dienstag / Geschichte |
Richter 12-16 |
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| 12 | ||
| 1Die Männer aus Efraim wurden (zum Kampf)
aufgeboten; sie zogen nach Zafon und sagten zu Jiftach: Warum bist du gegen
die Ammoniter in den Kampf gezogen und hast uns nicht aufgefordert, mit
dir zu ziehen? Wir werden dir dein Haus über dem Kopf anzünden.
2Jiftach sagte zu ihnen: Ich selbst und mein Volk lagen mit den Ammonitern
in heftigem Streit. Ich habe euch gerufen, aber ihr habt mich nicht aus
ihrer Gewalt befreit. 3Als ich nun sah, dass ihr mir nicht helfen wolltet,
setzte ich mein Leben aufs Spiel und zog gegen die Ammoniter und der Herr
gab sie in meine Gewalt. Warum seid ihr nun heute zu mir heraufgekommen,
um Krieg mit mir anzufangen? 4Darauf sammelte Jiftach alle Männer aus
Gilead und kämpfte gegen Efraim und die Männer aus Gilead schlugen
Efraim. Die Efraimiter hatten gesagt: Ihr seid Flüchtlinge aus Efraim;
Gilead liegt ja mitten in Efraim, mitten in Manasse. 5Gilead besetzte die
nach Efraim führenden Übergänge über den Jordan. Und
wenn efraimitische Flüchtlinge (kamen und) sagten: Ich möchte
hinüber!, fragten ihn die Männer aus Gilead: Bist du ein Efraimiter?
Wenn er Nein sagte, 6forderten sie ihn auf: Sag doch einmal «Schibbolet».
Sagte er dann «Sibbolet», weil er es nicht richtig aussprechen
konnte, ergriffen sie ihn und machten ihn dort an den Furten des Jordan
nieder. So fielen damals zweiundvierzigtausend Mann aus Efraim. 7Jiftach
war sechs Jahre lang Richter in Israel. Dann starb Jiftach, der Gileaditer,
und wurde in seiner Stadt in Gilead begraben.
Die Richter Ibzan, Elon und Abdon |
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| 13 | ||
| Die Ankündigung der Geburt
Simsons 1Die Israeliten taten wieder, was dem Herrn missfiel. Deshalb gab sie der Herr vierzig Jahre lang in die Gewalt der Philister. 2Damals lebte in Zora ein Mann namens Manoach, aus der Sippe der Daniter; seine Frau war unfruchtbar und hatte keine Kinder. 3Der Engel des Herrn erschien der Frau und sagte zu ihr: Gewiss, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder; aber du sollst schwanger werden und einen Sohn gebären. 4Nimm dich jedoch in Acht und trink weder Wein noch Bier und iss nichts Unreines! 5Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Es darf kein Schermesser an seine Haare kommen; denn der Knabe wird von Geburt an ein Gott geweihter Nasiräer sein. Er wird damit beginnen, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien. 6Die Frau ging und sagte zu ihrem Mann: Ein Gottesmann ist zu mir gekommen; er sah aus, wie der Engel Gottes aussieht, überaus Furcht erregend. Ich habe ihn nicht gefragt, woher er kam, und er hat mir auch seinen Namen nicht genannt. 7Er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Trink jedoch keinen Wein und kein Bier und iss nichts Unreines; denn der Knabe wird von Geburt an ein Gott geweihter Nasiräer sein, bis zum Tag seines Todes. 8Da betete Manoach zum Herrn und sagte: Bitte, mein Herr, lass doch den Gottesmann, den du gesandt hast, noch einmal zu uns kommen und uns belehren, was wir mit dem Knaben machen sollen, der geboren werden soll. 9Und Gott erhörte die Bitte Manoachs. Der Engel Gottes kam noch einmal zu der Frau, als sie gerade auf dem Feld war; ihr Mann Manoach war nicht bei ihr. 10Sie lief schnell zu ihrem Mann, um es ihm mitzuteilen; sie sagte zu ihm: Eben ist der Mann, der damals zu mir gekommen ist, wieder erschienen. 11Manoach stand auf und folgte seiner Frau. Als er zu dem Mann kam, fragte er ihn: Bist du der Mann, der mit meiner Frau geredet hat? Er antwortete: Ja, ich bin es. 12Da sagte Manoach: Wenn sich nun dein Wort erfüllt, wie sollen wir es mit dem Knaben halten, was sollen wir mit ihm tun? 13Der Engel des Herrn antwortete Manoach: Die Frau soll sich vor all dem hüten, was ich ihr gesagt habe. 14Nichts, was vom Weinstock kommt, darf sie genießen; weder Wein noch Bier darf sie trinken und nichts Unreines essen. Alles, was ich ihr befohlen habe, muss sie beachten. 15Manoach sagte zum Engel des Herrn: Wir möchten dich gern einladen und dir ein Ziegenböckchen zubereiten. 16Aber der Engel des Herrn sagte zu Manoach: Auch wenn du mich einlädst, werde ich von deinem Mahl nichts essen. Wenn du aber ein Brandopfer herrichten willst, bring es dem Herrn dar! Manoach wusste nämlich nicht, dass es der Engel des Herrn war. 17Deshalb fragte Manoach den Engel des Herrn: Wie ist dein Name? Wenn eintrifft, was du gesagt hast, möchten wir dir gern Ehre erweisen. 18Der Engel des Herrn erwiderte: Warum fragst du mich nach meinem Namen? Er ist wunderbar. 19Da nahm Manoach das Ziegenböckchen und brachte es zusammen mit einem Speiseopfer auf einem Felsblock dem Herrn dar, der Wunder tut. [Manoach und seine Frau sahen zu.] 20Als die Flamme vom Altar zum Himmel aufstieg, stieg der Engel des Herrn in der Flamme des Altars mit empor. Als Manoach und seine Frau das sahen, warfen sie sich zu Boden auf ihr Gesicht. 21Von da an aber erschien der Engel des Herrn dem Manoach und seiner Frau nicht mehr. Da erkannte Manoach, dass es der Engel des Herrn gewesen war, 22und sagte zu seiner Frau: Sicher müssen wir sterben, weil wir Gott gesehen haben. 23Doch seine Frau entgegnete ihm: Wenn der Herr uns hätte töten wollen, hätte er nicht aus unserer Hand Brand- und Speiseopfer angenommen und er hätte uns nicht all das sehen und uns auch nichts Derartiges hören lassen. 24Die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson; der Knabe wuchs heran und der Herr segnete ihn. 25Dann aber begann der Geist des Herrn, ihn umherzutreiben im Lager Dans zwischen Zora und Eschtaol. |
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| 14 | ||
| 1Als Simson (eines Tages) nach Timna hinabging,
fiel sein Blick auf eine der jungen Philisterinnen aus Timna. 2Als er wieder
heraufkam, teilte er es seinem Vater und seiner Mutter mit und sagte: Ich
habe in Timna eine junge Philisterin gesehen. Gebt sie mir doch zur Frau!
3Sein Vater und seine Mutter erwiderten ihm: Gibt es denn unter den Töchtern
deiner Stammesbrüder und in meinem ganzen Volk keine Frau, sodass du
fortgehen und eine Frau von diesen unbeschnittenen Philistern heiraten musst?
Simson antwortete seinem Vater: Gib mir diese, denn sie gefällt mir.
4Sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es vom Herrn so geplant
war, weil er einen Anlass zum Kampf mit den Philistern suchte. Damals herrschten
nämlich die Philister über Israel. 5Simson ging [mit seinem Vater
und seiner Mutter] nach Timna. Als sie bei den Weinbergen von Timna waren,
kam ihm plötzlich ein brüllender junger Löwe entgegen. 6Da
kam der Geist des Herrn über Simson und Simson zerriss den Löwen
mit bloßen Händen, als würde er ein Böckchen zerreißen.
Aber seinem Vater und seiner Mutter teilte er nicht mit, was er getan hatte.
7Dann ging er hinab und redete mit der Frau und sie gefiel Simson. 8Nach
einiger Zeit ging er wieder hin, um sie zu heiraten. Dabei bog er vom Weg
ab, um nach dem Kadaver des Löwen zu sehen. Da fand er im Körper
des Löwen einen Bienenschwarm und Honig. 9Er löste den Honig mit
den Händen heraus und aß davon im Weitergehen. Als er zu seinem
Vater und zu seiner Mutter kam, gab er ihnen davon und sie aßen ebenfalls.
Er sagte ihnen aber nicht, dass er den Honig aus dem Kadaver des Löwen
herausgeholt hatte. 10Auch sein Vater kam zu der Frau hinab und Simson veranstaltete
dort ein Trinkgelage, wie es die jungen Leute zu machen pflegen. 11Weil
man aber vor ihm Angst hatte, holte man dreißig Männer hinzu,
die um ihn sein sollten. eil man aber vor ihm Angst hatte: Text korr. nach
G; H: Weil sie ihn aber sahen. 12Simson sagte zu ihnen: Ich will euch ein
Rätsel aufgeben. Wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Gelages erraten
und lösen könnt, dann will ich euch dreißig Hemden und dreißig
Festgewänder geben. 13Wenn ihr mir aber die Lösung nicht sagen
könnt, dann sollt ihr mir dreißig Hemden und dreißig Festgewänder
geben. Sie sagten zu ihm: Sag uns dein Rätsel, wir möchten es
hören. 14Er sagte zu ihnen: Vom Fresser kommt Speise, vom Starken kommt
Süßes. Sie aber konnten es drei Tage lang nicht lösen. 15Am
vierten Tag sagten sie zur Frau Simsons: Überrede deinen Mann, dass
er uns die Lösung des Rätsels nennt; sonst werden wir dich samt
dem Haus deines Vaters verbrennen. Habt ihr uns hierher eingeladen, um uns
arm zu machen? 16Da weinte die Frau Simsons vor ihm und sagte: Du hast eine
Abneigung gegen mich und liebst mich nicht. Du hast den Söhnen meines
Volkes ein Rätsel aufgegeben und hast mir nicht die Lösung gesagt.
Er erwiderte ihr: Ich habe es ja nicht einmal meinem Vater und meiner Mutter
gesagt. Wie sollte ich es dir sagen? 17Sie aber weinte sieben Tage lang
vor ihm, solange sie Gelage hielten. Am siebten Tag aber sagte er es ihr,
weil sie ihm so zusetzte, und sie teilte die Lösung den Söhnen
ihres Vaters mit. 18Und am siebten Tag sagten die Männer der Stadt
zu ihm, bevor die Sonne unterging: Was ist süßer als Honig und
was ist stärker als ein Löwe? Er erwiderte ihnen: Hättet
ihr nicht mit meiner Kuh gepflügt, dann hättet ihr mein Rätsel
nicht erraten. 19Und der Geist des Herrn kam über ihn; er ging nach
Aschkelon hinab und erschlug dort dreißig Mann von ihnen, nahm ihnen
ihre Kleider und gab die Gewänder denen, die das Rätsel gelöst
hatten. Dann ging er zornentbrannt hinauf in das Haus seines Vaters. 20Seine
Frau erhielt sein Freund, der der Brautführer gewesen war. |
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| 15 | ||
| Die Vernichtung der Ernte 1Einige Zeit danach, zur Zeit der Weizenernte, besuchte Simson seine Frau. Er brachte ein Ziegenböckchen mit und sagte (zu ihrem Vater): Ich will zu meiner Frau in die Kammer. Aber ihr Vater ließ ihn nicht hinein, 2sondern sagte: Ich dachte, du magst sie sicher nicht mehr. Darum habe ich sie deinem Freund gegeben. Aber ist nicht ihre jüngere Schwester noch schöner als sie? Die kannst du an ihrer Stelle haben. 3Simson antwortete ihm: Diesmal bin ich frei von Schuld, wenn ich den Philistern etwas Böses antue. 4Simson ging weg und fing dreihundert Füchse. Dann nahm er Fackeln, band je zwei Füchse an den Schwänzen zusammen und befestigte eine Fackel in der Mitte zwischen zwei Schwänzen. 5Er zündete die Fackeln an und ließ die Füchse in die Getreidefelder der Philister laufen. So verbrannte er die Garben und das noch stehende Korn, ebenso die Weingärten und die Ölbäume. 6Als die Philister fragten: Wer hat das getan?, antwortete man: Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil dieser ihm seine Frau weggenommen und seinem Freund gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten die Frau samt dem Haus ihres Vaters. 7Darauf sagte ihnen Simson: Wenn ihr es so macht, dann werde ich nicht mehr aufhören, bis ich an euch Rache genommen habe. 8Und er schlug ihnen mit gewaltigen Schlägen die Knochen entzwei. Dann ging er weg und hauste in der Felsenhöhle von Etam. Simsons Sieg bei Lehi |
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| 16 | ||
| Simson in Gaza 1Als Simson (eines Tages) nach Gaza kam, sah er dort eine Dirne und ging zu ihr. 2Als man den Leuten von Gaza berichtete: Simson ist hier!, suchten sie überall (nach ihm) und lauerten ihm [die ganze Nacht] am Stadttor auf. Die ganze Nacht über verhielten sie sich still und sagten: Wir warten bis zum Morgengrauen, dann bringen wir ihn um. 3Simson aber schlief bis gegen Mitternacht. Dann stand er auf, packte die Flügel des Stadttors mit den beiden Pfosten und riss sie zusammen mit dem Riegel heraus. Er lud alles auf seine Schultern und trug es auf den Gipfel des Berges, der Hebron gegenüberliegt. Simson und Delila Gefangenschaft und Tod Simsons |
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