Woche 8

Bibelleseplan

Mittwoch / Psalmen
 
Psalm
21-23
 
21
1[Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.] 2An deiner Macht, Herr, freut sich der König; über deine Hilfe, wie jubelt er laut! 3Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt, ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten. [Sela] 4Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, du kröntest ihn mit einer goldenen Krone. 5Leben erbat er von dir, du gabst es ihm, viele Tage, für immer und ewig. 6Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe, du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht. 7Du machst ihn zum Segen für immer; wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude. 8Denn der König vertraut auf den Herrn, die Huld des Höchsten lässt ihn niemals wanken. 9Deine Hand wird all deine Feinde finden; wer dich hasst, den trifft deine Rechte. 10Du lässt sie glühen wie einen feurigen Ofen, sobald du erscheinst. Der Herr verschlingt sie im Zorn, das Feuer verzehrt sie. 11Du wirst ihre Brut von der Erde vertilgen; ihr Geschlecht (verschwindet) aus der Mitte der Menschen. 12Schmieden sie auch böse und listige Pläne, richten sie doch nichts aus gegen dich. 13Du schlägst sie alle in die Flucht, wenn du mit deinem Bogen auf sie zielst. 14Erhebe dich, Herr, in deiner Macht! Deiner siegreichen Kraft wollen wir singen und spielen.
22
1[Für den Chormeister. Nach der Weise «Hinde der Morgenröte». Ein Psalm Davids.] 2Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage? 3Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe. 4Aber du bist heilig, du thronst über dem Lobpreis Israels. 5Dir haben unsre Väter vertraut, sie haben vertraut und du hast sie gerettet. 6Zu dir riefen sie und wurden befreit, dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden. 7Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet. 8Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: 9«Er wälze die Last auf den Herrn, der soll ihn befreien! Der reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat.» 10Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, mich barg an der Brust der Mutter. 11Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, vom Mutterleib an bist du mein Gott. 12Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe und niemand ist da, der hilft. 13Viele Stiere umgeben mich, Büffel von Baschan umringen mich. 14Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, reißende, brüllende Löwen. 15Ich bin hingeschüttet wie Wasser, gelöst haben sich all meine Glieder. Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen. 16Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, die Zunge klebt mir am Gaumen, du legst mich in den Staub des Todes. 17Viele Hunde umlagern mich, eine Rotte von Bösen umkreist mich. Sie durchbohren mir Hände und Füße. 18Man kann all meine Knochen zählen; sie gaffen und weiden sich an mir. 19Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand. 20Du aber, Herr, halte dich nicht fern! Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe! 21Entreiße mein Leben dem Schwert, mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde! 22Rette mich vor dem Rachen des Löwen, vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen! 23Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen. 24Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels! 25Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut das Elend des Armen. Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; er hat auf sein Schreien gehört. 26Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten. 27Die Armen sollen essen und sich sättigen; den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer. 28Alle Enden der Erde sollen daran denken und werden umkehren zum Herrn: Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder. 29Denn der Herr regiert als König; er herrscht über die Völker. 30Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen. [Meine Seele, sie lebt für ihn; 31mein Stamm wird ihm dienen.] Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, 32seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; denn er hat das Werk getan.
23
1[Ein Psalm Davids.] Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. 2Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. 3Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. 4Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. 5Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. 6Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.