| Woche 9 | Bibelleseplan |
Donnerstag / Dichtung |
Hiob 17-18 |
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| 17 | ||
| 1Mein Geist ist verwirrt, meine Tage sind ausgelöscht,
nur Gräber bleiben mir. 2Wahrhaftig, nur Spott begleitet mich. In Bitterkeit
verbringt mein Auge die Nacht. 3Hinterleg die Bürgschaft für mich
bei dir! Wer würde sonst den Handschlag für mich leisten? 4Ihr
Herz hast du der Einsicht verschlossen, darum lässt du sie nicht triumphieren.
5Zum Teilen lädt einer die Freunde ein, während die Augen seiner
Kinder verschmachten. 6Zum Spott für die Leute stellte er mich hin,
ich wurde einer, dem man ins Gesicht spuckt. 7Vor Kummer ist mein Auge matt,
all meine Glieder schwinden wie Schatten dahin. 8Darüber entsetzen
sich die Redlichen, der Reine empört sich über den Ruchlosen.
9Doch der Gerechte hält fest an seinem Weg, wer reine Hände hat,
gewinnt an Kraft. 10Ihr alle, kehrt um, kommt wieder her, ich finde ja noch
keinen Weisen bei euch. 11Dahin sind meine Tage, zunichte meine Pläne,
meine Herzenswünsche. 12Sie machen mir die Nacht zum Tag, das Licht
nähert sich dem Dunkel. 13Ich habe keine Hoffnung. Die Unterwelt wird
mein Haus, in der Finsternis breite ich mein Lager aus. 14Zur Grube rufe
ich: Mein Vater bist du!, Meine Mutter, meine Schwester!, zum Wurm. 15Wo
ist dann meine Hoffnung und wo mein Glück? Wer kann es schauen? 16Fahren
sie zur Unterwelt mit mir hinab, sinken wir vereint in den Staub? |
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| 18 | ||
| Die Selbstverteidigung Bildads 1Da antwortete Bildad von Schuach und sprach: 2Wann endlich macht ihr Schluss mit den Reden? Nehmt Einsicht an, dann reden wir. 3Warum sind wir wie Vieh geachtet, gelten als unrein in euren Augen? 4Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn, soll deinetwegen die Erde sich entvölkern, der Fels von seiner Stelle rücken? 5Ja, der Frevler Licht erlischt, die Flamme seines Feuers strahlt nicht auf. 6Das Licht in seinem Zelte dunkelt, seine Leuchte über ihm erlischt. 7Eng wird sein gewaltiger Schritt, sein eigner Plan bringt ihn zu Fall. 8Denn mit seinen Füßen gerät er ins Netz und über Flechtwerk schreitet er dahin. 9Das Klappnetz packt ihn an der Ferse, die Schlinge hält ihn fest. 10Versteckt am Boden liegt sein Fangstrick, die Falle für ihn auf dem Pfad. 11Ringsum ängstigen ihn Schrecken und scheuchen ihn auf Schritt und Tritt. 12Hungrig nach ihm ist sein Unheil, das Verderben steht bereit zu seinem Sturz. 13Es frisst die Glieder seines Leibes, seine Glieder frisst des Todes Erstgeborener. 14Ausgerissen wird aus seinem Zelt die Zuversicht, du treibst ihn fort zum König der Schrecken. 15Ihm Fremdes wohnt in seinem Zelt, Schwefel wird auf seinen Hof gestreut. 16Von unten her verdorren seine Wurzeln, von oben welken seine Zweige. 17Sein Andenken schwindet von der Erde, kein Name bleibt ihm weit und breit. 18Sie stoßen ihn vom Licht ins Dunkel und jagen ihn vom Erdkreis fort. 19Kein Spross, kein Stamm bleibt ihm in seinem Volk, am Ort seines Aufenthaltes keiner, der ihn überlebt. 20Über seinen Tag schaudern die im Westen, die im Osten packt das Grauen. 21Ja, so geht es mit der Wohnung des Frevlers, mit dem Ort des Menschen, der Gott nicht kennt. |
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