| Woche 9 | Bibelleseplan |
Montag / Das Gesetz |
1.Mose 32-35 |
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| 32 | ||
| 1Früh am Morgen stand Laban auf, küsste
seine Söhne und Töchter und segnete sie. Dann machte er sich auf
den Weg und kehrte nach Hause zurück. Die
Boten und Geschenke für Esau Jakobs Kampf mit Gott |
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| 33 | ||
| Jakobs Versöhnung mit Esau 1Jakob blickte auf und sah: Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Da verteilte er die Kinder auf Lea und Rahel und auf die beiden Mägde. 2Die Mägde und deren Kinder stellte er vorn hin, dahinter Lea und ihre Kinder und zuletzt Rahel und Josef. 3Er trat vor und warf sich siebenmal zur Erde nieder, bis er vor seinem Bruder stand. 4Esau lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals; er küsste ihn und sie weinten. 5Dann blickte Esau auf und sah die Frauen mit den Kindern. Er fragte: Wer sind die dort bei dir? Die Kinder, erwiderte er, die Gott deinem Knecht aus Wohlwollen geschenkt hat. 6Die Mägde und ihre Kinder kamen näher und warfen sich nieder. 7Dann kamen auch Lea und ihre Kinder und warfen sich nieder und zuletzt kamen Josef und Rahel und warfen sich nieder. 8Da fragte Esau: Was willst du mit dem ganzen Auftrieb dort, auf den ich gestoßen bin? Jakob erwiderte: Ich wollte das Wohlwollen meines Herrn finden. 9Darauf sagte Esau: Ich habe selber genug, Bruder. Behalte, was dir gehört. 10Nicht doch, entgegnete Jakob, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann nimm das Geschenk aus meiner Hand an! Denn dafür habe ich dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht, und du bist mir wohlwollend begegnet. 11Nimm doch mein Begrüßungsgeschenk an, das man dir überbracht hat. Denn Gott hat mir Wohlwollen erwiesen und ich habe alles, was ich brauche. Er drängte ihn, bis er annahm. 12Darauf machte Esau den Vorschlag: Brechen wir auf und ziehen wir weiter. Ich will an deiner Seite ziehen. 13Jakob entgegnete ihm: Mein Herr weiß, dass die Kinder noch Schonung brauchen; auch habe ich für säugende Schafe und Rinder zu sorgen. Überanstrengt man sie nur einen einzigen Tag, so geht das ganze Vieh ein. 14Mein Herr ziehe doch seinem Knecht voraus. Ich aber will mich dem gemächlichen Gang der Viehherden vor mir und dem Schritt der Kinder anpassen, bis ich zu meinem Herrn nach Seïr komme. 15Darauf sagte Esau: Ich will dir einige von meinen Leuten zuweisen. Wozu?, erwiderte Jakob, ich finde ja das Wohlwollen meines Herrn. 16Esau kehrte an jenem Tag um und zog nach Seïr zurück. 17Jakob brach nach Sukkot auf. Er baute sich ein Haus und für sein Vieh errichtete er Hütten. Darum gab er dem Ort den Namen Sukkot (Hütten). 18Jakob gelangte, als er aus Paddan-Aram kam, wohlbehalten bis Sichem in Kanaan und schlug vor der Stadt sein Lager auf. 19Das Grundstück, auf dem er sein Zelt aufspannte, erwarb er von den Söhnen Hamors, des Vaters von Sichem, für hundert Kesita. 20Dort errichtete er einen Altar und nannte ihn: Gott, der Gott Israels. |
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| 34 | ||
| 1Dina, die Tochter, die Lea Jakob geboren hatte,
ging aus, um sich die Töchter des Landes anzusehen. 2Sichem, der Sohn
des Hiwiters Hamor, des Landesfürsten, erblickte sie; er ergriff sie,
legte sich zu ihr und vergewaltigte sie. 3Er fasste Zuneigung zu Dina, der
Tochter Jakobs, er liebte das Mädchen und redete ihm gut zu. 4Zu seinem
Vater Hamor sagte Sichem: Nimm mir dieses Mädchen zur Frau! 5Jakob
hörte, dass man seine Tochter Dina entehrt hatte. Seine Söhne
waren gerade auf dem Feld bei seiner Herde und so behielt Jakob die Sache
für sich bis zu ihrer Rückkehr. 6Inzwischen kam Hamor, der Vater
Sichems, zu Jakob heraus, um mit ihm darüber zu reden. 7Als Jakobs
Söhne vom Feld kamen und davon erfuhren, empfanden sie das als Beleidigung
und wurden sehr zornig; eine Schandtat hatte Sichem an Israel begangen,
weil er der Tochter Jakobs beiwohnte; so etwas darf man nicht tun. 8Hamor
redete mit ihnen und sagte: Mein Sohn Sichem hat zu eurer Tochter Zuneigung
gefasst. Gebt sie ihm doch zur Frau! 9Verschwägern wir uns; gebt uns
eure Töchter und nehmt die unseren! 10Ihr könnt euch bei uns ansiedeln
und das Land steht euch offen. Bleibt da, geht hier euren Geschäften
nach und macht euch im Land ansässig! 11Sichem sagte zu Dinas Vater
und zu ihren Brüdern: Finde ich euer Wohlwollen, dann will ich geben,
was ihr auch von mir verlangt. 12Legt mir ruhig ein sehr hohes Heiratsgeld
und eine hohe Brautgabe auf! Ich will geben, was ihr von mir verlangt. Nur
gebt mir das Mädchen zur Frau! 13Die Söhne Jakobs gaben Sichem
und seinem Vater Hamor, als sie die Verhandlungen aufnahmen, eine hinterhältige
Antwort, weil er ihre Schwester entehrt hatte. 14Sie sagten zu ihnen: Wir
können uns nicht darauf einlassen, unsere Schwester einem Unbeschnittenen
zu geben; denn das gilt bei uns als Schande. 15Nur unter der Bedingung gehen
wir auf euren Vorschlag ein, dass ihr euch uns anpasst und alle männlichen
Personen beschneiden lasst. 16Dann würden wir euch unsere Töchter
geben und wir könnten eure Töchter nehmen; wir könnten mit
euch zusammen wohnen und ein einziges Volk werden. 17Wollt ihr aber von
der Beschneidung nichts wissen, so nehmen wir unsere Tochter zurück
und ziehen fort. 18Hamor und sein Sohn Sichem waren mit ihrem Vorschlag
einverstanden. 19Der junge Mann verlor keine Zeit, die Angelegenheit zu
regeln; denn er hatte die Tochter Jakobs lieb und er war der Einflussreichste
von allen im Hause seines Vaters. 20Hamor und sein Sohn Sichem gingen an
das Tor ihrer Stadt und sprachen zu ihren Mitbürgern: 21Jene Leute
sind uns friedlich gesinnt. Sie könnten sich im Land ansiedeln und
ihren Geschäften nachgehen. Das Land hat ja nach allen Seiten Platz
genug für sie. Wir könnten ihre Töchter zu Frauen nehmen
und unsere Töchter ihnen geben. 22Allerdings wollen die Männer
bloß unter der Bedingung auf unseren Vorschlag eingehen, mit uns zusammen
zu wohnen und ein einziges Volk zu werden, dass sich bei uns alle Männer
beschneiden lassen, so wie sie beschnitten sind. 23Ihre Herden, ihr Besitz,
ihr Vieh, könnte das nicht alles uns gehören? Gehen wir also auf
ihren Vorschlag ein, dann werden sie bei uns bleiben. 24Alle, die durch
das Tor der Stadt ausziehen, hörten auf Hamor und seinen Sohn Sichem;
und alle Männer, alle, die durch das Tor seiner Stadt ausziehen, ließen
sich beschneiden. 25Am dritten Tag aber, als sie an Wundfieber litten, griffen
zwei Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die Brüder Dinas, zum Schwert,
überfielen ungefährdet die Stadt und brachten alles Männliche
um. 26Hamor und seinen Sohn Sichem machten sie mit dem Schwert nieder, holten
Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon. 27Dann machten sich die Söhne
Jakobs über die Erschlagenen her und plünderten die Stadt, weil
man ihre Schwester entehrt hatte. 28Ihre Schafe und Rinder, ihre Esel und
was es sonst in der Stadt oder auf dem Feld gab, nahmen sie mit. 29Ihre
ganze Habe, all ihre Kinder und Frauen führten sie fort und raubten
alles, was sich in den Häusern fand. 30Jakob sagte darauf zu Simeon
und Levi: Ihr stürzt mich ins Unglück. Ihr habt mich in Verruf
gebracht bei den Bewohnern des Landes, den Kanaanitern und Perisitern. Meine
Männer kann man an den Fingern abzählen. Jene werden sich gegen
mich zusammentun und mich niedermachen. Dann ist es vorbei mit mir und meinem
Haus. 31Die Söhne aber sagten: Durfte er unsere Schwester wie eine
Dirne behandeln? |
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| 35 | ||
| Jakob wieder in Bet-El 1Gott sprach zu Jakob: Zieh nach Bet-El hinauf und lass dich dort nieder! Errichte dort einen Altar dem Gott, der dir auf der Flucht vor deinem Bruder Esau erschienen ist. 2Dann sagte Jakob zu seinem Haus und zu allen, die zu ihm gehörten: Entfernt die fremden Götter aus eurer Mitte, reinigt euch und wechselt eure Kleider! 3Wir wollen uns aufmachen und nach Bet-El hinaufziehen. Dort will ich einen Altar für den Gott errichten, der mich am Tag meiner Bedrängnis erhört hat und der auf meinem Weg mit mir war. 4Sie übergaben Jakob alle fremden Götter, die sie hatten, und die Ringe an ihren Ohren. Jakob vergrub sie unter der Eiche bei Sichem. 5Dann brachen sie auf. Da überkam ein Gottesschrecken die Städte ringsum und so verfolgten sie die Söhne Jakobs nicht. 6Jakob kam nach Lus in Kanaan, das jetzt Bet-El heißt, er und alles Volk, das bei ihm war. 7Er baute dort einen Altar und nannte die Stätte «Gott von Bet-El»; denn auf der Flucht vor seinem Bruder hatte Gott sich ihm dort offenbart. 8Debora, die Amme Rebekkas, starb. Man begrub sie unterhalb von Bet-El unter der Eiche. Er gab ihr den Namen Träneneiche. 9Gott erschien Jakob noch einmal nach seiner Rückkehr aus Paddan-Aram und segnete ihn. 10Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll jedoch nicht mehr Jakob lauten, sondern Israel soll dein Name sein. Er gab ihm also den Namen Israel. 11Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Sei fruchtbar und vermehre dich! Ein Volk, eine Schar von Völkern soll aus dir hervorgehen, Könige sollen deinen Lenden entstammen. 12Das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und auch deinen Nachkommen will ich es geben. 13Dann fuhr Gott von dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte, zum Himmel auf. 14Jakob richtete an dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, ein Steinmal, einen Gedenkstein, auf. Darüber schüttete er ein Trankopfer und goss Öl darauf. 15Jakob gab dem Ort, an dem Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bet-El. Benjamins Geburt und Rahels Tod Die Söhne Jakobs und der Tod Isaaks |
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