| Woche 10 | Bibelleseplan |
Sonntag / Briefe |
1.Korinther 3-4 |
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| 3 | ||
| 1Vor euch, Brüder, konnte ich aber nicht
wie vor Geisterfüllten reden; ihr wart noch irdisch eingestellt, unmündige
Kinder in Christus. 2Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise;
denn diese konntet ihr noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch
jetzt noch nicht; 3denn ihr seid immer noch irdisch eingestellt. Oder seid
ihr nicht irdisch eingestellt, handelt ihr nicht sehr menschlich, wenn Eifersucht
und Streit unter euch herrschen? 4Denn wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus!,
ein anderer: Ich zu Apollos!, seid ihr da nicht Menschen? 5Was ist denn
Apollos? Und was ist Paulus? Ihr seid durch sie zum Glauben gekommen. Sie
sind also Diener, jeder, wie der Herr es ihm gegeben hat: 6Ich habe gepflanzt,
Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen. 7So ist weder der etwas,
der pflanzt, noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen
lässt. 8Wer pflanzt und wer begießt: Beide arbeiten am gleichen
Werk, jeder aber erhält seinen besonderen Lohn, je nach der Mühe,
die er aufgewendet hat. 9Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes
Ackerfeld, Gottes Bau. 10Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt
wurde, habe ich wie ein guter Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut
darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. 11Denn
einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.
12Ob aber jemand auf dem Grund mit Gold, Silber, kostbaren Steinen, mit
Holz, Heu oder Stroh weiterbaut: 13das Werk eines jeden wird offenbar werden;
jener Tag wird es sichtbar machen, weil es im Feuer offenbart wird. Das
Feuer wird prüfen, was das Werk eines jeden taugt. 14Hält das
stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. 15Brennt es nieder,
dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch
so wie durch Feuer hindurch. 16wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid
und der Geist Gottes in euch wohnt? 17Wer den Tempel Gottes verdirbt, den
wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr. 18Keiner
täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser
Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. 19Denn die Weisheit
dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er
fängt die Weisen in ihrer eigenen List. 20Und an einer anderen Stelle:
Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig.
21Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört
euch; 22Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft:
alles gehört euch; 23ihr aber gehört Christus und Christus gehört
Gott. |
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| 4 | ||
| 1Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. 2Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen. 3Mir macht es allerdings nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht mich zur Verantwortung zieht; ich urteile auch nicht über mich selbst. 4Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der mich zur Rechenschaft zieht. 5Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird. Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten. 6Brüder, ich habe das auf mich und Apollos bezogen, und zwar euretwegen, damit ihr an uns lernt, dass der Grundsatz gilt: «Nicht über das hinaus, was in der Schrift steht», dass also keiner zugunsten des einen und zum Nachteil des andern sich wichtig machen darf. 7Denn wer räumt dir einen Vorrang ein? Und was hast du, das du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen? 8Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden, ohne uns seid ihr zur Herrschaft gelangt. Wäret ihr doch nur zur Herrschaft gelangt! Dann könnten auch wir mit euch zusammen herrschen. 9Ich glaube nämlich, Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, wie Todgeweihte; denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen. 10Wir stehen als Toren da um Christi willen, ihr dagegen seid kluge Leute in Christus. Wir sind schwach, ihr seid stark; ihr seid angesehen, wir sind verachtet. 11Bis zur Stunde hungern und dürsten wir, gehen in Lumpen, werden mit Fäusten geschlagen und sind heimatlos. 12Wir plagen uns ab und arbeiten mit eigenen Händen; wir werden beschimpft und segnen; wir werden verfolgt und halten stand; 13wir werden geschmäht und trösten. Wir sind sozusagen der Abschaum der Welt geworden, verstoßen von allen bis heute. 14Nicht um euch bloßzustellen, schreibe ich das, sondern um euch als meine geliebten Kinder zu ermahnen. 15Hättet ihr nämlich auch ungezählte Erzieher in Christus, so doch nicht viele Väter. Denn in Christus Jesus bin ich durch das Evangelium euer Vater geworden. 16Darum ermahne ich euch: Haltet euch an mein Vorbild! 17Eben deswegen schicke ich Timotheus zu euch, mein geliebtes und treues Kind im Herrn. Er wird euch erinnern an meine Weisungen, wie ich sie als Diener Christi Jesu überall in allen Gemeinden gebe. 18In der Annahme, dass ich nicht selber zu euch komme, haben sich zwar einige wichtig gemacht. 19Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will. Dann werde ich diese Wichtigtuer nicht auf ihre Worte prüfen, sondern auf ihre Kraft. 20Denn nicht in Worten erweist sich die Herrschaft Gottes, sondern in der Kraft. 21Was zieht ihr vor: Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und im Geist der Sanftmut? | ||