| Woche 52 | Bibelleseplan |
Sonntag / Briefe |
Judas |
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| 1Judas, Knecht Jesu Christi, Bruder des Jakobus,
an die Berufenen, die von Gott, dem Vater, geliebt und für Jesus Christus
bestimmt und bewahrt sind. 2Erbarmen, Frieden und Liebe seien mit euch in
Fülle. 3Liebe Brüder, da es mich sehr drängt, euch über
unsere gemeinsame Rettung zu schreiben, halte ich es für notwendig,
euch mit diesem Brief zu ermahnen: Kämpft für den überlieferten
Glauben, der den Heiligen ein für allemal anvertraut ist. 4Denn es
haben sich einige Leute eingeschlichen, die schon seit langem für das
Gericht vorgemerkt sind: gottlose Menschen, die die Gnade unseres Gottes
dazu missbrauchen, ein zügelloses Leben zu führen, und die Jesus
Christus, unseren einzigen Herrscher und Herrn, verleugnen. 5Zwar wisst
ihr alles ein für allemal; aber ich will euch dennoch daran erinnern:
Obwohl der Herr das Volk aus Ägypten gerettet hatte, hat er später
alle vernichtet, die nicht glaubten. 6Die Engel, die ihren hohen Rang missachtet
und ihren Wohnsitz verlassen haben, hat er mit ewigen Fesseln in der Finsternis
eingeschlossen, um sie am großen Tag zu richten. 7Auch Sodom und Gomorra
und ihre Nachbarstädte sind ein Beispiel: In ähnlicher Weise wie
jene trieben sie Unzucht und wollten mit Wesen anderer Art verkehren; daher
werden sie mit ewigem Feuer bestraft. 8Genauso beflecken sich auch diese
Träumer, sie missachten die Macht des Herrn und lästern die überirdischen
Mächte. 9Als der Erzengel Michael mit dem Teufel rechtete und über
den Leichnam des Mose stritt, wagte er nicht, den Teufel zu lästern
und zu verurteilen, sondern sagte: Der Herr weise dich in die Schranken.
10Diese jedoch lästern über alles, was sie nicht kennen; was sie
aber wie die unvernünftigen Tiere von Natur aus verstehen, daran gehen
sie zugrunde. 11Weh ihnen! Sie sind den Weg Kains gegangen, aus Habgier
sind sie dem Irrtum Bileams verfallen, der Aufruhr Korachs hat sie ins Verderben
gestürzt. 12Diese Menschen sind ein Schandfleck bei eurem Liebesmahl,
an dem sie ohne Scheu teilnehmen und es sich gut gehen lassen; sie sind
Hirten, die eine Weide für sich selber suchen. Wasserlose Wolken sind
sie, von den Winden dahingetrieben; Bäume, die im Herbst keine Frucht
tragen, zweimal verdorrt und entwurzelt; 13wilde Meereswogen, die ihre eigene
Schande ans Land spülen; Sterne, die keine feste Bahn haben; ihnen
ist auf ewig die dunkelste Finsternis bestimmt. 14Auch ihnen gilt, was schon
Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt hat: «Seht, der Herr kommt
mit seinen heiligen Zehntausenden, 15um über alle Gericht zu halten
und alle Gottlosen zu bestrafen wegen all ihrer gottlosen Taten, die sie
verübt haben, und wegen all der frechen Reden, die die gottlosen Sünder
gegen ihn geführt haben.» 16Sie sind Nörgler, immer unzufrieden
mit ihrem Geschick; sie lassen sich von ihren Begierden leiten; sie nehmen
große Worte in den Mund und schmeicheln den Menschen aus Eigennutz.
17Ihr aber, liebe Brüder, denkt an die Worte, die von den Aposteln
Jesu Christi, unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind, 18als
sie euch sagten: Am Ende der Zeit wird es Spötter geben, die sich von
ihren gottlosen Begierden leiten lassen. 19Sie werden die Einheit zerstören,
denn es sind irdisch gesinnte Menschen, die den Geist nicht besitzen. 20Ihr
aber, liebe Brüder, gründet euch auf euren hochheiligen Glauben,
und baut darauf weiter, betet in der Kraft des Heiligen Geistes, 21haltet
fest an der Liebe Gottes und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres
Herrn, der euch das ewige Leben schenkt. 22Erbarmt euch derer, die zweifeln;
23rettet sie, entreißt sie dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch
voll Furcht; verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde
verfallen ist. 24Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem
Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit
treten zu lassen, 25ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet,
gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und
jetzt und für alle Zeiten. Amen. |
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