Film-Andachten

OBEN


Es ist nicht zu spät - Setze Deinen Traum um

Seit ihrer Kindheit sind Ellie und Carl Fredricksen ein Paar und träumen davon, ihrem Idol, dem Abenteurer Charles Muntz, nachzueifern und in fremde Länder zu reisen. Sie können sich diesen Wunsch jedoch nicht erfüllen. Nach Ellies Tod soll das Haus des jetzt 78-jährigen Carl abgerissen und er selbst in ein Altersheim abgeschoben werden. Der ehemalige Luftballonverkäufer entflieht, indem er sein Haus mit hunderten Heliumballons zum Fliegen bringt. So will er außerdem sein Versprechen an Ellie erfüllen: ein Haus an den Paradiesfällen in Südamerika. Versehentlich nimmt er den ungeschickten Pfadfinderjungen Russel mit, der sich unter der Veranda versteckt hatte, als das Haus abhob. Auf der Reise erzählt Russel von dem, was er früher zusammen mit seinem Vater getan hat, dass aber sein Vater nicht mehr bei ihm sein kann.
So lautet die Einleitung für das herzergreifende Abenteuer des alten Mannes und dem kleinen Russel.


An diesen Film, den ich mir mit meinem achtjährigen Sohn Raphael angesehen habe, hatte ich keine allzu großen Erwartungen geknüpft. Doch er bewegte mich tief. Drei Worte fassen den Film für mich zusammen:
Traurigkeit – Treue – Träume.

Die tiefsten und bedeutensten Szenen des Filmes waren wortlos: zärtliche Bilder von Hoffnung und Liebe, von Vergänglichkeit und geplatzten Träumen. Mit Letzterem möchte ich beginnen…


Träume

Ellie und Carl lernten sich schon als kleine Kinder beim Spielen in einem leerstehenden Haus kennen. Obwohl sie ihre Abenteuerlust verband, waren sie doch sehr unterschiedlich: Sie war wild und extrovertiert, er eher zurückhaltend und in sich gekehrt. Doch, wie so oft im Leben und in den allermeisten Beziehungen, zogen sich die Gegensätze an und die beiden heirateten schließlich. Vor allem ein großer Traum verband die beiden: Sie wollten ihr altes, liebevoll gestrichenes und gepflegtes Haus an die Paradiesfälle in Südamerika bringen und dort leben. Auf einer Postkarte klebten sie ein ausgeschnittenes Foto ihres Häuschens genau an die Stelle, an der sie es am schönsten fanden. Diese Visualisierung ihres Traumes stand gut sichtbar auf dem Kaminsims.

Carl & Ellie begegnen sich beim Spielen in einem alten Haus, das später das Ihre werden sollte. Der Anfang einer großen Liebesgeschichte.
Wo sind Ihre Träume? Haben Sie diese für sich visualisiert oder aufgeschrieben? Oder sind Ihre Träume etwa in der Mülltonne der Rationalität und Desillusionierung gelandet? Wäre heute nicht ein genialer Tag, sie wieder hervorzuholen und zu aktivieren? Was meinen Sie?


Traurigkeit

Auch ein sichtbar gemachter Traum oder Herzenswunsch ist noch kein Garant für dessen Erfüllung – aber es ist ein wichtiger, erster Schritt! Die Jahre vergingen. Alles, was Carl und Ellie sich für diese Reise vom Mund absparten, mussten sie immer wieder für Belange des Lebens opfern. Da war die kaputte Heizung, die Autoreparatur usw. Die Traurigkeit darüber, dass sie keine Kinder hatten, verstärkte ihre Sehnsucht nach diesem Traum.
Das junge Paar kauft das alte Haus und macht daraus mit viel Farbe und Herzblut das Haus ihrer Träume.
Doch ihr Leben verstrich und schließlich stand Carl eines Tages vor jenem Traum und er erinnerte sich an den Moment in jungen Jahren, in dem er seiner Ellie versprochen hatte, diese Reise mit Ihr und dem Haus zu machen. Er schaute in den Spiegel und sah einen alten, vom Leben gebeugten Mann. Dann tat er etwas, was er, der zurückhaltende und vernünftige Mann der er immer gewesen war, nie zuvor getan hatte: er hob vom Konto Geld ab und kaufte zwei Flugtickets nach Südamerika. Doch als er seiner Frau diese Überraschung unter ihrem Lieblingsbaum mitteilen wollte, erlitt sie einen Herzinfarkt und starb kurz darauf. Der Traum zerplatzte wie einer der Ballons, die Carl sein ganzes Leben lang an Kinder verkauft hatte. Eine große Traurigkeit und Einsamkeit zog in Carls Leben ein.
Auch der zweite Hauptakteur des Filmes, der Pfadfinder Russel trägt eine große Traurigkeit in sich. Sein Traum von einer heilen Familie wird jäh zerstört, als sein Vater sie verlässt. Nichts ist mehr wie vorher und wird es auch nie wieder sein.


Treue


Als die Zwangseinweisung ins Altersheim anstand und sein Haus abgerissen werden sollte, traf der alte Carl eine Entscheidung: Er wollte sein Haus an die Paradiesfälle bringen. Er hatte zwar kein Geld für den Transport, aber er hatte hunderte Heliumballons, um sein Haus in die Luft zu bekommen. Er war total konzentriert auf sein Ziel, doch es kostete ihn nahezu alles, was ihm wichtig war. Nur indem er das Haus völlig leerte und alles über Bord warf, was sein bisheriges Leben ausmachte, konnte er die letzte Strecke überwinden.
Schließlich stand er samt Haus genau da, wo das Foto auf der Postkarte klebte. Das Ziel war erreicht!
Es gibt Menschen, zu denen wir uns mehr hingezogen fühlen als zu anderen. Die, die andere Menschen anziehen, wie ein Magnet, das sind die Treuen. Es sind Menschen, die Wort halten, auch wenn es sie etwas kostet. Menschen, die Geliehenes zurückbringen, tun was sie sagen und sagen, was sie meinen. Es sind die, welche immer noch da sind, wenn alle Fans und Kollegen verschwunden sind. Die, die eine Zusage einhalten, ganz gleich, wie aufwändig und uneffizient es auch sein mag. Es sind die, welche ihre Verabredungen einhalten und ihre Verpflichtungen erfüllen. Es sind Menschen, die man „echt“ und „integer“ nennt.

Auf gewisse Weise erhebt sich der altgewordene Carl aus dem Lehnsessel seiner Bequemlichkeit und wagt etwas, das seine kühnsten Träume übersteigt. Er bringt sein Haus zum Fliegen und folgt seinem Traum.
Carl ist so jemand. Es hat zwar gedauert, doch er gibt alles, um sein Wort zu halten. Ich habe vor über 20 Jahren jemanden kennengelernt, der das Wort Treue für mich neu definiert hat. Diese Persönlichkeit ist so treu, wie ich es gerne sein möchte. Er ist mir das größte Vorbild für Integrität und Treue, das mir je begegnet ist. Zu einem Zeitpunkt, als ich von einem Lebensstil der Treue kilometerweit entfernt war, brachte er mir soviel Liebe, Annahme, Wertschätzung und Treue entgegen, dass ich mich entschloss, niemals mehr ohne diese Freundschaft und Gemeinschaft zu leben. Bis heute sind wir unzertrennlich.
Ich spreche von Jesus Christus. Die Bibel sagt, dass sein Name „Treue“ ist. Wer ihm glaubt, wird ewiges Leben erhalten und schon hier seine permanente Gemeinschaft und Hilfe genießen. Das griechische Wort für Glauben bedeutet übrigens „Vertrauen, Trauen, Treue“.
Die Treuen werden immer belohnt. Es sieht zwar nicht immer so aus, doch abgerechnet wird zum Schluss! So war es auch bei Carl. Am Ende seiner Reise fand er das „Traumbuch“, das geheime Fotoalbum von Ellie. Beim Durchblättern wurden seine Augen von Seite zu Seite immer größer: Er sah Fotos von ihnen beiden, versehen mit dankbaren Worten. Als Abschiedswort von Ellie stand da: „Vielen Dank Carl, für das erfüllte Leben, das Du mir geschenkt hast. Jetzt lebe einen neuen Traum.“ Carls erster Schritt, dem Aufbruch zu dieser Reise, war zugleich der erste Schritt in seinen neuen Traum. Es war ein Schritt der Treue, des Vertrauens, des Glaubens.
Wie steht es mit Ihnen? Was wäre der richtige Zeitpunkt für Ihren ersten Schritt? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht?: Keiner von uns verlässt diesen Planeten lebendig! Mit jedem Tag gehen wir einen Schritt darauf zu. Das ist kein angenehmer Gedanke, nicht wahr? Aus diesem Grunde haben wir Vermeidungsstrategien entwickelt, einfach nicht daran zu denken. Wir lenken uns mit Aktivitäten, Medien oder Planungen für die Zukunft ab, die aber leider gar nicht so sicher sind, wie wir denken. Warum sich nicht dem Tod stellen und dadurch auch dem echten Leben? Wer Gott vertraut (glaubt) empfängt Hoffnung – über das Leben hinaus!
So wie Carl den Traum seiner Frau nur kennen konnte, indem er sie kannte, so können wir auch Gottes Traum für unser Leben erst dann ganz klar sehen, wenn wir IHN persönlich kennen. Übrigens: Wer Gott persönlich kennenlernt, der verliert die Angst vor dem Tod. Denn dann sind Sie mit dem Herrn der Ewigkeit verbunden und haben die Eintrittskarte in ein Leben, das nie endet. Wenn Sie das nächste Mal über einen Friedhof gehen, sehen Sie sich doch einmal die Grabsteine etwas genauer an. Auf diesen Grabsteinen stehen mindestens drei Angaben: Das Geburtsdatum, ein Strich und der Todestag. Sie und ich, wir leben genau auf diesem Strich, dieser Linie zwischen dem Geborenwerden und dem Sterben. Niemand von uns weiß sicher, wie lange diese Linie ist und wie viel Zeit wir noch vor uns haben. Carl wusste, dass seine Zeit nur noch sehr kurz sein würde. Er handelte. Seine Reise endete mit einem neuen Anfang.
Den Traum vor Augen setzt Carl alles daran, sein Versprechen an seine verstorbene Frau zu erfüllen.
Der kleine Russel, der zufällig Carls Reise teilte, und der ununterbrochen redete, er war es, der Carl brauchte. Carl entdeckte in sich einen längst versunkenen Traum. Jenen Traum, den er mit der Diagnose der Unfruchtbarkeit vor vielen Jahrzehnten begraben hatte: den Traum der Vaterschaft. Dieser kleine Junge war einsam. Fast so einsam wie Carl selber. Doch sein veränderter Blick eröffnete ihm eine neue Welt. Das Happy End des Filmes war gewaltig, denn Carl konnte seinen Traum leben und dem kleinen Jungen ein großväterlicher Freund sein. Beide hatten aneinander das gefunden, was sie so sehr brauchten.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch die Reise zu Ihren alten, vielleicht längst verschollenen Träumen den Zugang zu Gottes Traum für Ihr Leben finden. Viele Menschen haben aufgehört, Gott zu suchen, weil Sie Christsein mit Religion oder Kirche gleichsetzen. Die persönliche Beziehung zu Gott ist nicht in einer Institution oder Organisation zu finden. Diese Beziehung ist persönlich und wird zwischen Gott und jedem einzelnen Menschen geschlossen und gepflegt. Lebendige christliche Gemeinden und Kirchen können das fördern, doch sie können diese Entscheidung, die von Ihnen ausgehen muss, niemals ersetzen oder überflüssig machen. Machen Sie sich auf den Weg zu Gott und lernen Sie ihn kennen wie nie zuvor. Wie das geht, lesen Sie gleich unter diesem Text.

Ich wünsche Ihnen wundervolle Träume, tiefgehende Treue und das Ende der Traurigkeit.



Der Start in ein Leben mit Jesus Christus ist ganz einfach. Machen Sie am besten gleich ganze Sache mit Gott und beten Sie dieses Gebet:



"Herr Jesus, ich glaube, dass Du Gottes Sohn bist. Ich glaube, dass Du auch für meine Sünden am Kreuz gestorben bist. Ich glaube, dass Du von den Toten auferstanden bist und nun zur Rechten des Vaters sitzt. Ich bin ein Sünder und brauche Vergebung. Bitte vergib mir meine Schuld. Du sollst von nun an der Herr meines Lebens sein! Ich danke Dir, dass ich jetzt gerechtfertigt in Dir, Herr Jesus, vor dem Vater im Himmel stehen kann und Sein Kind geworden bin. Amen!"


Wenn Sie dieses Gebet von ganzem Herzen gebetet haben, sind Sie jetzt ein Kind Gottes geworden. Hier ein paar wichtige Tipps, damit Sie in Ihrer Beziehung zu Gott schnell wachsen und ein erfolgreiches Leben führen können:

Suchen Sie sich eine Gemeinde, in der das volle Evangelium gepredigt wird und gehen Sie regelmäßig in die angebotenen Veranstaltungen. Am besten, Sie besuchen dort einen Glaubensgrundkurs, um die Fundamente des Glaubens kennen zu lernen. (Wenn Sie im Landkreis Limburg-Weilburg oder Umgebung wohnen, kommen Sie doch ins Christus Centrum Limburg im alten Metropol-Kino.)
Lesen Sie jeden Tag die Bibel.
Sprechen Sie mit Gott im Gebet, um Ihn besser kennenzulernen.

Wenn Sie diese Entscheidung für Jesus getroffen haben, lassen Sie es mich doch bitte wissen. Zum einen werde ich mich mit Ihnen freuen und zum anderen möchte ich Ihnen gerne ein kleines, persönliches Geschenk zukommen lassen. Natürlich würde ich mich besonders freuen, Sie einmal in einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu können.

Erfahren Sie ab heute die unvorstellbare Kraft, die im Evangelium und der lebendigen Beziehung zu Jesus Christus liegt:

Erleben Sie, wie Gott Ihre Vergangenheit heilt und vergibt.
Erleben Sie, wie Gott Ihre Gegenwart mit Sinn, Wert, Freude und Liebe erfüllt.
Erleben Sie, wie Gott Ihre Zukunft auf eine Weise sichert, wie es kein anderer zu tun vermag.

Gott segne Sie und vielleicht bis bald im Metropol.

Herzlichst, Ihr Bernd C. Trümper, Pastor.